Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2011 Ernteschätzung auf niedrigem Niveau stabilisiert

Ernteschätzung auf niedrigem Niveau stabilisiert

Berlin, 16.06.2011. Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) bestätigt seine skeptische Ernteschätzung. Trotz der teilweise ergiebigen Niederschläge Ende Mai und Anfang Juni hätten sich die Ertragsaussichten nach dem sehr trockenen Frühjahr nur unwesentlich verbessert. Der DRV erwartet aktuell mit 62,8 dt/ha weiterhin knapp 6 Prozent geringere Durchschnittserträge für Getreide im Vergleich zu 66,7 dt/ha im Jahr 2010.


DRV erwartet 6 Prozent geringere Durchschnittserträge für Getreide
DRV erwartet 6 Prozent geringere Durchschnittserträge für Getreide

Basierend auf einer um 2 Prozent eingeschränkten Getreidefläche rechnet der DRV mit einer Getreideerntemenge von 40,8 Mio. t.. Das Vorjahresergebnis von 44,3 Mio. t werde damit voraussichtlich um 3,5 Mio. t oder knapp 8 Prozent verfehlt. Auf Weizen entfallen 22,3 Mio. t, im Vorjahr seien noch 24,1 Mio. t Weizen eingebracht worden. Die Witterung in den nächsten Wochen und während der Ernteperiode werde wesentlich über die Qualitäten und damit die Vermarktungsmöglichkeiten entscheiden. Bei Winterraps beurteilt der DRV die Ertragsentwicklung pessimistischer als noch im Mai. Der bundesweite Durchschnittsertrag wird vom DRV knapp 20 Prozent unter dem Vorjahresniveau veranschlagt. Mit 3,2 t/ha ergebe sich ein Minderertrag von 0,7 t/ha zu 2010. Die Rapsfläche wurde zusätzlich um mindestens 100.000 ha reduziert, so der Verband weiter. Trockenschäden hätten in vielen Regionen zum Umbruch ganzer Bestände geführt. Die Rapsfläche wird derzeit 7 Prozent niedriger auf 1,36 Mio. ha kalkuliert. Der DRV erwartet eine Rapsernte von nur noch 4,3 Mio. t, das sind fast 25 Prozent weniger als die 5,7 Mio. t im vergangenen Jahr.

 

Raiffeisenverband korrigiert Ernteprognose

Berlin, 18.05.2011. Die lange Trockenperiode hat das Potential für die diesjährige Getreideernte gegenüber einem normalen Erntejahr um mindestens 4 Mio. t reduziert, das erwartet der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) in seiner aktuellen Ernteschätzung. Weitere 3 bis 4 Mio. t Getreide werden dem Markt durch die kontinuierliche Verdrängung des Getreideanbaus zugunsten der Ausdehnung der Silomaisflächen entzogen. „Die Förderung des Anbaus von Silomais zur Biogaserzeugung macht sich besonders in Jahren mit witterungsbedingt geringen Ernteerträgen bemerkbar. Daher gehört die Förderpraxis auf den Prüfstand“, kommentiert DRV-Präsident Manfred Nüssel diese Entwicklung.

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