Projekttag „Bioenergie 2050“
Berlin, 06.07.2011. „Ohne den effizienten Einsatz von Bioenergie ist die Umsetzung des Energiekonzepts der Bundesregierung hin zu einer nachhaltigen, zuverlässigen und bezahlbaren Energiebereitstellung nicht möglich“, sagte Clemens Neumann, Abteilungsleiter im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) anlässlich des Projekttags „Bioenergie 2050“. Die Bioenergie sei ein wichtiger Baustein für den nachhaltigen Energiemix der Zukunft und die Forschung leiste einen entscheidenden Beitrag bei der Effizienzsteigerung und Technologieoptimierung.
Am Projekttag diskutieren auf Einladung des Ministeriums, der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) und dem Deutschen BiomasseForschungsZentrum (DBFZ) etwa 140 Experten aus Politik, Forschung, Industrie und Landwirtschaft die forschungsrelevanten Fragen der Bioenergie. Dabei wurden auch Ergebnisse aktueller Forschungsprojekte und deren Bedeutung für die Umsetzung des Energiekonzepts erörtert sowie die weiterhin notwendigen Anstrengungen bei der nachhaltigen Bereitstellung nachwachsender Rohstoffe und bei der Nutzung effizienterer Technologien. Derzeit unterstützt das BMELV auf Basis des Förderprogramms „Nachwachsende Rohstoffe“ 140 Bioenergie-Projekte mit einem Gesamtfördervolumen von gut 67 Mio. Euro. Energiepflanzen, Biogas, Festbrennstoffe und Biokraftstoffe sind die Schwerpunkte. Das Deutsche BiomasseForschungsZentrum führt eigene praktische und theoretische Forschungsarbeiten mit institutioneller Förderung durch das BMELV durch. Dabei geht es vor allem um die Frage, wie die begrenzt verfügbare Bioenergie nachhaltig und mit höchster Effizienz zum bestehenden konventionellen und auch zu einem künftigen erneuerbaren Energiesystem beitragen soll.