Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2011 Austausch von Soja- durch Rapsextraktionsschrot im Fütterungsversuch

Austausch von Soja- durch Rapsextraktionsschrot im Fütterungsversuch

Kleve, 17.07.2011. Milchkuhfütterungsversuche zum Austausch von Soja- durch Rapsextraktionsschrot sind angelaufen im Landwirtschaftszentrum Haus Riswick der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, im Zentrum für Tierhaltung und Technik Iden der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt und im Lehr- und Versuchszentrum Futterkamp der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein. Damit wurden drei umfangreiche und aufeinander abgestimmte Einzeltierfütterungsversuche mit Milchkühen gestartet. Dabei wird bei unterschiedlichen Grobfutterrationen der komplette Austausch von Soja- durch Rapsextraktionsschrot bei Hochleistungskühen vollzogen. 


Rapsextraktionsschrot als wertvolles Eiweißfuttermittel
Rapsextraktionsschrot als wertvolles Eiweißfuttermittel

In den Versuchen kommen nach Mitteilung der Landwirtschaftskammer erstmals zum Teil sehr hohe Rapsextraktionsschrotmengen bis zu 5 Kilogramm je Kuh und Tag zum Einsatz. Der neue Erkenntnisstand zu den höheren UDP-Gehalten in Raps- und den niedrigeren UDP-Gehalten in Sojaextraktionsschroten habe bei der Versuchsplanung bereits Berücksichtigung gefunden. Rapsextraktionsschrot gilt inzwischen als wertvolles Eiweißfuttermittel in Milchkuhrationen. Die Daten der bis Winter 2011 laufenden Fütterungsversuche sollen bis Mitte 2012 publiziert werden. Die Versuchsergebnisse könnten eine wertvolle Anleitung darstellen, um den Einsatz von Rapsextraktionsschrot in Milchkuhrationen weiter zu optimieren und die Möglichkeiten des Ersatzes von Sojaextraktionsschrot präziser zu quantifizieren. Das Gesamtvorhaben wird gefördert von der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) und vom Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland (OVID). 

 

Steigende Nachfrage nach Mischfutter erwartet

Brüssel, 14.06.2011. Der Europäische Mischfutterverband (FEFAC) hat für 2010 eine Gesamtproduktion von rund 150 Mio. t Mischfutter errechnet. Das sind 1,4 Prozent mehr als in 2010, jedoch deutlich weniger als im Rekordjahr 2008 (153,4 Mio. t). Die EU-Futtermittelnachfrage stand nach FEFAC-Information im Zeichen einer teilweisen Erholung der Verbrauchernachfrage nach tierischen Produkten.

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