Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2011 Rinder in der EU deutlich teurer

Rinder in der EU deutlich teurer

Bonn, 25.07.2011. Die EU-Schlachtrinderpreise sind im ersten Halbjahr 2011 spürbar gestiegen. Das teilt die Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) mit. Insbesondere Schlachtkühe hätten sich mit einem Preiszuwachs von fast 13 % erheblich verteuert, Jungbullen brachten den Erzeugern im Schnitt 8,2 % mehr Geld. Gute Exportmöglichkeiten und das international gestiegene Preisniveau seien wichtige Gründe für die festeren Preistendenzen. Eine weitere Rolle für den Preisanstieg spielten die gestiegenen Futterkosten und die verbesserte Situation am Milchmarkt.


Preisanstieg durch höhere Futterkosten
Preisanstieg durch höhere Futterkosten

Zu einem Angebotsrückgang hätten diese Faktoren bisher aber nicht geführt. Im ersten Jahresdrittel seien 1,5 % mehr Rinder in der EU geschlachtet worden, die Rindfleischerzeugung stieg um 1,9 %. Der Rückgang der Rindfleischimporte um ein Fünftel und boomende Exportmärkte (+ 150 %) ließen das verfügbare Angebot in den ersten vier Monaten 2011 in der Gemeinschaft kleiner ausfallen, so AMI weiter.  

Auch wenn der Rindfleischverbrauch aufgrund der Wirtschaftskrise in vielen Ländern rückläufig war, sorgte die Gesamtsituation für steigende Erzeugerpreise. Im Schnitt hätten die EU-Erzeuger für ihre O3-Kuh im ersten Halbjahr 2010 2,58 Euro/kg bekommen, das waren 30 Cent mehr als im Vorjahreszeitraum. In Deutschland sei der Preisanstieg noch kräftiger ausgefallen. Die Schlachtkuh sei hierzulande 40 Cent/kg oder 17,4 % teurer als im Vorjahr bezahlt worden. Im Gegensatz zu anderen EU-Ländern sei das Schlachtkuhaufkommen in Deutschland spürbar rückläufig, was die festen Preistendenzen anheizte, so AMI weiter. Bei den Jungbullen sei der EU- Preisanstieg mit einem Plus von 26 Cent/kg (+ 8,2 %) zum Vorjahr etwas moderater ausgefallen. Mit einem Durchschnittspreis von 3,44 Euro/kg für den R3-Bullen im EU-Durchschnitt bewege sich das Preisniveau ebenfalls auf Rekordniveau. Der Preisanstieg in Deutschland sei stärker als im EU-Durchschnitt ausgefallen. In den ersten sechs Monaten ließen sich im Mittel 3,53 Euro/kg Schlachtgewicht (kalt) von den deutschen Bullenmästern erlösen, das entspreche einem Anstieg von 12,4 %. Nachdem die Jungbullenpreise in Deutschland viele Jahre unter dem EU-Durchschnitt gelegen hatten, zeige sich seit Herbst 2010 eine andere Richtung. Grund seien Rindfleischexporten in die Türkei, dessen EU-Hauptlieferant Deutschland inzwischen ist. 

 

Rekordpreise für Jungbullen

Bonn, 24.11.2010. Der rasante Anstieg der Erzeugerpreise für Jungbullen setzt sich weiter fort. Gegenüber der Vorwoche sind in der letzten vollen Novemberwoche Aufschläge von fünf bis zehn Cent je Kilogramm üblich. Darauf weist die Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) hin, nach deren Schätzungen Jungbullen der Handelsklasse R3 aktuell im bundesweiten Schnitt 3,45 bis 3,50 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht kosten. Das sind 40 Cent je Kilogramm mehr als vor einem Jahr. Damit seien die Erzeugerpreise innerhalb weniger Wochen auf das höchste Niveau seit dem Jahrtausendwechsel geklettert.

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