Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2011 Magere Getreideernte eingefahren

Magere Getreideernte eingefahren

Berlin, 25.08.2011. Die Getreide- und Rapsernte des Jahres 2011 fällt äußerst mager aus, teilte der Deutsche Bauernverbandes (DBV) in seiner abschließenden Erntebilanz mit. Mit einer Ernte von rund 39 Mio. t Getreide und 3,7 Mio. t Raps liege das Ergebnis deutlich unter der Vorjahresernte. Die Erntemenge bei Getreide entspreche einem Rückgang von nahezu 12 Prozent. Beim Raps seien es sogar 34 Prozent weniger als im Vorjahr, so der DBV. Auch im langfristigen Vergleich falle die Ernte klein aus.  


Trockenschaden in Winterweizen
Trockenschaden in Winterweizen

Winterweizen bleibt mit einer Anbaufläche von 3,19 Mio. ha die wichtigste Getreidekultur in Deutschland. Nach den bisherigen Ernteergebnissen sei eine Weizenernte von rund 21 Mio. t zu erwarten. Gegenüber dem Vorjahr entspreche dies einem Rückgang von gut 2 Mio. t bzw. 12 Prozent. Da Weizen vielfach mit Feuchtegehalten von bis zu 20 Prozent geerntet und anschließend getrocknet worden sei, hielten sich die Qualitätseinbußen bisher in Grenzen. Bei den noch zu erntenden Partien erwartet der Bauernverband nur noch Futterqualitäten. Die Erntemenge der Wintergerste betrage in diesem Jahr nur 6,4 Mio. t. Damit liege das Ergebnis knapp 26 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Dies wird auf einen erneuten Rückgang der Anbauflächen um mehr als 8 Prozent auf 1,19 Mio. ha zurückgeführt. Zusätzlich seien die Hektarerträge im Bundesdurchschnitt um fast 19 Prozent auf 5,4 t/ha zurückgegangen. Die Anbaufläche der Sommergerste wurde im Vergleich zum Vorjahr um knapp 22 Prozent auf 421.500 ha ausgedehnt. Im Gesamtergebnis der Sommergerstenernte komme die Flächenausdehnung aufgrund der teils deutlichen Ertragsrückgänge nur bedingt zum Tragen, erklärte der DBV. Die Erntemenge der Sommergerste liege bei 1,9 Mio. t und damit knapp 10 Prozent oberhalb des Vorjahresergebnisses. Beim Roggen seien ebenfalls deutliche Ertragseinbußen zu verzeichnen: Insgesamt wurden nur 2,4 Mio. t eingebracht. Dies entspreche einer um knapp 16 Prozent geringeren Roggenernte. Der Anbau von Winterraps sei gegenüber dem Vorjahr um knapp 10 Prozent auf 1,3 Mio. ha zurückgegangen. Die Erträge blieben etwa 27 Prozent hinter dem Vorjahresniveau zurück. Insgesamt belaufe sich die Winterrapsernte damit auf 3,7 Mio. t (- 34 Prozent), 2010 waren es 5,7 Mio. t. Die Ölgehalte fielen mit weniger als 40 Prozent bis zu 44 Prozent sehr heterogen aus.  

 

Erntemenge enttäuschend und Qualität in Gefahr

Berlin, 14.08.2011. Die bislang vorliegenden Ernteergebnisse bei Getreide und Raps bestätigen die Skepsis des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV). Im Vergleich zum Vormonat hat der Verband seine Schätzung noch einmal nach unten korrigieren müssen. Ausschlaggebend für die deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt liegende Getreide- und Rapsernte sei die ausgeprägte Frühsommertrockenheit. Erschwerend kämen in den vergangenen Wochen gebietsweise sintflutartige Regenfälle hinzu, die die Erntearbeiten immer wieder unterbrechen und die Gefahr von Qualitätseinbußen laufend erhöhten.  

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