Heimischen Rübenanbau erhalten
Bonn, 15.09.2011. „Die Überlegungen der Europäischen Kommission, zentrale Elemente der Zuckermarktordnung wie die Quotenregelung nur noch bis Ende September 2016 fortzuführen, gehen in die falsche Richtung.“ Das erlärte Bernhard Conzen, Vorsitzender des Rheinischen Rübenbauer-Verbandes und der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Rübenbauerverbände. Conzen gab sich nach Mitteilung des Rheinischen Bauernverbandes überzeugt, dass die jetzige Zuckermarktordnung entscheidend zur Versorgungssicherheit und Preisstabilität bei Zucker in Europa beiträgt.
„Die Preisausschläge, die wir bei Zucker auf dem Weltmarkt beobachten, hat es in Europa bislang nicht gegeben. Und dies ist eindeutig ein Ergebnis der Zuckermarktordnung“. Nach den Berechnungen der EU-Kommission würden bei einer Umsetzung ihrer Reformüberlegungen die Rübenpreise bis 2020 im Vergleich zu 2009/10 um rund 20 Prozent sinken. Gleichzeitig erwarte die Kommission jedoch einen Anstieg der EU-Erzeugung. „Bei einer erneuten Preissenkung um 20 % ist jedoch der Rübenanbau in vielen Regionen wie beispielsweise dem Rheinland kaum noch konkurrenzfähig“, so Conzen weiter. Vor diesem Hintergrund müsse die EU-Kommission ihre Pläne nochmals überprüfen. Das Europäische Parlament habe bereits eine klare Aussage getroffen, dass die jetzige Zuckermarktordnung bis mindestens 2020 fortgesetzt werden soll. „Diese Position unterstützten wir und dies ist auch der richtige Weg“, erläuterte Conzen. Für einen gesicherten nachhaltigen Rübenanbau sei ein stabiler politischer Rahmen erforderlich. Und dieser Rahmen sei durch eine Zuckermarktordnung mit einem definierten, den Rübenanbau absichernden Rübenmindestpreis, einer Mengensteuerung über Quoten und einem wirksamen Außenschutz zur Absicherung der hohen EU-Produktionsstandards gegeben.