Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2011 Mais trotzt den Witterungsbedingungen

Mais trotzt den Witterungsbedingungen

Bonn, 29.09.2011. Trotz extremer Witterung bringt der Mais in diesem Jahr genügend Masse. Das stellten Experten aus Dänemark, Irland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Deutschland fest, die sich auf Einladung des Deutschen Maiskomitees (DMK) zum European Maize Meeting getroffen haben. Dieses internationale Gremium analysierte seit fast 40 Jahren regelmäßig das Marktgeschehen sowie aktuelle Entwicklungen in pflanzenbaulichen und ökonomischen Bereichen.


Trotz extremer Witterung genügend Masse
Trotz extremer Witterung genügend Masse

Das Jahr 2011 war europaweit von extremen Witterungsbedingungen gekennzeichnet. Im April und Mai war es überall warm und sehr trocken, wodurch die Maisaussaat früher erfolgen konnte. Anschließende Fröste Anfang Mai hatten insbesondere den jungen Maisblättern zugesetzt. Diese Schäden habe der Mais jedoch schnell wieder aufgeholt. Im Juli und August war es zu kalt und zu nass für den Mais. Außer in Großbritannien und Irland entwickelten die Bestände durch die ausgiebigen Niederschläge jedoch genügend Masse mit einem guten Kolbenansatz. Nach wie vor registrierten die Experten steigende Anbauflächen für Silomais, während die Landwirte ihr Anbauverhalten bei Körnermais von den aktuellen Marktgegebenheiten abhängig machten. In Dänemark sei die Anbaufläche in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich bis auf 185.000 ha gewachsen. In Großbritannien hat sich die Silomaisfläche ebenfalls von Jahr zu Jahr erhöht, während die Körnermaisfläche gering geblieben sei. Mit 2,517 Mio. ha Silo- und Körnermais inkl. CCM ist in Deutschland knapp zehn Prozent mehr Mais als im Vorjahr gewachsen. Die Ursache für diese Steigerung sehen die Experten zum einen in der vermehrten Nutzung von Silomais zur Energieerzeugung in Biogasanlagen und zum anderen an regional steigenden Viehbeständen.

 

Magere Getreideernte eingefahren

Berlin, 25.08.2011. Die Getreide- und Rapsernte des Jahres 2011 fällt äußerst mager aus, teilte der Deutsche Bauernverbandes (DBV) in seiner abschließenden Erntebilanz mit. Mit einer Ernte von rund 39 Mio. t Getreide und 3,7 Mio. t Raps liege das Ergebnis deutlich unter der Vorjahresernte. Die Erntemenge bei Getreide entspreche einem Rückgang von nahezu 12 Prozent. Beim Raps seien es sogar 34 Prozent weniger als im Vorjahr, so der DBV. Auch im langfristigen Vergleich falle die Ernte klein aus.  

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