Verbraucher kaufen wieder mehr Kartoffeln
Berlin, 29.09.2011. Die Deutschen kaufen wieder mehr Kartoffeln. Nach einem viele Jahre anhaltenden Rückgang der Konsummengen haben die Verbraucher wieder etwas größere Mengen gekauft. Darauf verwies Martin Umhau, Vorsitzender des Fachausschusses Kartoffeln beim Deutschen Bauernverband (DBV). 2010 verzehrte jeder Bundesbürger rund 63 Kilogramm Kartoffeln, 2009 lag der Pro-Kopf-Verbrauch bei nur 60 Kilogramm.
Nach Information des Bund-Länder-Sachverständigenausschusses erzielten die Landwirte mit 460 dt einen Hektarertrag, der um 15,4 Prozent über das Vorjahresniveau hinausgeht und ebenfalls deutlich über dem langjährigen Durchschnitt liegt (+11,0 %). Bis auf das Saarland wurden in allen übrigen Ländern Ertragssteigerungen verzeichnet. Das größte Kartoffelerzeugerland bleibt Niedersachsen; hier wurden 2011 mit 5,42 Mio. t (+18,0 %) rund 45 Prozent der deutschen Kartoffeln geerntet. Dahinter folgen mit erheblichem Abstand Bayern mit 2,09 Mio. t (+22,9 %) und Nordrhein-Westfalen mit 1,56 Mio. t (+6,3 %). Die bisher in Deutschland geernteten Mengen versprechen eine sehr gute Qualität, wenn auch der hohe Übergroßenanteil bei der Vermarktung problematisch sei. Infolge der lang anhaltenden Niederschläge im Sommer sei die Rodung immer noch nicht abgeschlossen. Enttäuschend sei zudem die Preissituation für die Erzeuger, so Umhau. Insbesondere wegen der im Frühjahr notwendigen Beregnung seien die Kosten in die Höhe geschnellt.