Landwirtschaftsministerium für Reform der EU-Absatzförderung
Berlin, 05.10.2011. Die Absatzförderung für Agrarerzeugnisse in der Europäischen Union soll neu gestaltet werden. Dazu hat die Europäische Kommission ein "Grünbuch Absatzförderung" mit ersten Vorschlägen vorgelegt. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) begrüßt diesen Ansatz. "In enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten muss das System flexibler werden.
Dann bin ich zuversichtlich, dass deutsche und europäische Agrarprodukte sich im Wettbewerb innerhalb und außerhalb der EU noch besser behaupten", sagte Dr. Gerd Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerin. Die bisher geltenden Bestimmungen seien zu starr, deshalb würden die EU-Mittel in Deutschland zu wenig in Anspruch genommen.
Damit sich dies ändert, soll das Verfahren in vielen Punkten flexibler gestaltet werden. Vorschriften sollen vereinfacht und damit Verfahren entbürokratisiert werden. „Gute Maßnahmen dürfen nicht an der Detailliertheit des Programmantrags scheitern. Wir werden die Kommission drängen, hier zu ihrem Wort zu stehen", erklärte Müller. In besonderem Maße werde das Ziel unterstützt, die Vermarktung regionaler Produkte in Zukunft noch stärker zu berücksichtigen. "Wir sind auf das Ergebnis der Konsultation sehr gespannt und werden den weiteren Diskussionsprozess aktiv begleiten", so der Staatssekretär weiter. Deutschland mit seinen hochqualitativen Produkten werde im internationalen Wettbewerb weiter eine führende Rolle einnehmen. Ein weltweit anerkanntes Markenzeichen wie "Made in Germany" werde eine wirksame Werbeaussage bleiben und nicht durch ein "Made in Europe" ersetzt, so Müller.