Exporte von Milchprodukten schwächeln
Berlin, 12.10.2011. In den ersten sieben Monaten des laufenden Jahre wurden in Summe mehr Milchprodukte aus der Europäischen Union in Drittländer exportiert als im gleichen Zeitraum 2010. Darauf weist die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) hin. Zuletzt habe der Export jedoch weiter an Dynamik verloren.
Nach Information der Marktexperten stellt sich das Bild bei einzelnen Produkten aber zunehmend uneinheitlich dar. Insgesamt habe sich der Anstieg zum Vorjahr verringert oder die rückläufigen Tendenzen haben sich verstärkt. Der im Zeitraum Januar bis Juli bedeutendste Zuwachs um knapp 33 % auf rund 283.000 t sei beim Magermilchpulver festzustellen, erklärten die Marktbeobachter. Ebenfalls einen kräftigen Anstieg von rund 38 % habe es bei Kasein und Kaseinaten gegeben. Hier waren die Exporte auf rund 27.200 t gestiegen. Im Plus sei darüber hinaus auch Molkenpulver gewesen. Hier sei mit 242.700 t die Vorjahreslinie um knapp 12 % überschritten worden. Dagegen waren die Ausfuhren von Butter und Butteröl um 14 % niedriger ausgefallen als im Vorjahr. Auch bei Vollmilchpulver seien rund 10 % weniger ausgeführt worden als im Vorjahreszeitraum. Erstmals seit Jahresbeginn im Minus seinen die Käseexporte. In den ersten sieben Monaten hätten sie um ein halbes Prozent unter Vorjahr gelegen, nachdem vor allem in den ersten Monaten des Jahres Zuwächse von bis zu 20 % realisiert werden konnten. Ebenfalls wieder unter der Vorjahresmenge bewegten sich auch die Exporte von Kondensmilch, so die Experten.