Nur jeder zehnte Euro für Lebensmittel
Bonn, 03.11.2011. Die deutschen Verbraucher leben weitaus günstiger als die Menschen in vielen anderen EU-Staaten. Noch nicht einmal jeden zehnten Euro wenden die Deutschen für Nahrungsmittel auf, zitiert der Rheinische Landwirtschafs-Verband (RLV) Berechnungen des Statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat). Danach gaben die Bundesbürger 2009 genau 9,8 Prozent aller Ausgaben für Nahrungsmittel aus.
Dieser Wert habe sich im Laufe der Jahre immer weiter verringer: In der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts habe er sich von 57 Prozent im Jahr 1900 auf 44 Prozent im Jahr 1950 verringert. Während 1975 mit 23 Prozent knapp ein Viertel der Haushaltsausgaben für Lebensmittel eingeplant werden mussten, waren es im Jahr 2000 nur 15 Prozent. Noch günstiger als in Deutschland lebten die Menschen im EU-Vergleich nur in Irland und Großbritannien mit einem Anteil für Nahrungsmittelausgaben in Höhe von 8,6 Prozent beziehungsweise 8,5 Prozent sowie in Österreich, wo dieser Anteil mit 8,1 Prozent am günstigsten ausfiel. Deutlich teurer sei die Lebenshaltung dagegen in den neuen EU-Mitgliedstaaten, allen voran in Rumänien, wo mit 26,6 Prozent jeder vierte Euro des Haushaltsbudgets für die tägliche Ernährung verwendet werde. Um die 20-Prozent-Marke lägen auch Lettland, Estland und Litauen. Im EU-Durchschnitt werden 11,9 Prozent der Konsumausgaben für Nahrungsmittel aufgewendet, so der RLV.