Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2011 Gänsebraten teurer als im Vorjahr

Gänsebraten teurer als im Vorjahr

Hannover, 09.11.2011. Für Martins- und Weihnachtsgänse müssen die Verbraucher in diesem Jahr mehr zahlen als 2010. Ursache für die Verteuerung sind nach Angaben der Landwirtschaftskammer Niedersachsen die gestiegenen Futterkosten. Zurzeit müssten Endverbraucher 9 bis 14 Euro pro Kilogramm für eine frisch geschlachtete Gans bezahlen, die 16 bis 22 Wochen auf der Weide gemästet wurde.


Für Niedersachsen typische Weidemastgänse
Für Niedersachsen typische Weidemastgänse

Die für Niedersachsen typische Weidemastgans werde fünfeinhalb Monate draußen gemästet, in der Regel frisch vermarktet und direkt beim Erzeuger, auf Wochenmärkten, Bauernmärkten und im Facheinzelhandel gekauft. Die tiefgefrorene, etwas günstigere Ware des Lebensmitteleinzelhandels werde überwiegend aus Polen und Ungarn eingeführt. Dabei handele es sich um Gänse, die in aller Regel über neun Wochen ohne Weidehaltung oder 15 Wochen mit begrenzter Auslaufmöglichkeit gehalten würden. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Gänsefleisch liege in Deutschland bei einmal 400 Gramm. Mit einer Steigerung sei nicht zu rechnen, so die Kammermitteilung, denn Gänsefleisch sei ein reines Saisonprodukt, das fast ausschließlich zwischen St. Martin (11. November) und Weihnachten nachgefragt werde. In diesen sechs Wochen gingen rund 150.000 Gänse aus niedersächsischer Produktion über die Ladentheke. Damit deckten die rund 4.000 Gänse haltenden heimischen Betriebe gerade einmal 25 Prozent des Gesamtverbrauchs ab. Nach wie vor werde der größte Teil der verkauften Gänse tiefgekühlt importiert, erklärte die Landwirtschaftskammer.

 

Nur jeder zehnte Euro für Lebensmittel

Bonn, 03.11.2011. Die deutschen Verbraucher leben weitaus günstiger als die Menschen in vielen anderen EU-Staaten. Noch nicht einmal jeden zehnten Euro wenden die Deutschen für Nahrungsmittel auf, zitiert der Rheinische Landwirtschafs-Verband (RLV) Berechnungen des Statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat). Danach gaben die Bundesbürger 2009 genau 9,8 Prozent aller Ausgaben für Nahrungsmittel aus.

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