Kartoffelverbrauch in Deutschland rückläufig
Bonn, 24.11.2011. Im Wirtschaftsjahr 2010/2011 ist der Pro-Kopf-Verbrauch von Kartoffeln in Deutschland weiter gesunken. Das meldet die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI). Als Berechnungsgrundlage wurden die Verkaufsmengen der Landwirte herangezogen. Wurden im vorangegangenen Wirtschaftsjahr noch 62,7 Kilogramm verbraucht, so sei der Wert 2011 auf 57 Kilogramm gesunken. Während der Verbrauch von Kartoffelprodukten annähernd konstant geblieben sei, habe sich der Verbrauch frischer Kartoffeln deutlich um 5,9 Kilogramm auf nur noch 25,3 Kilogramm verringert.
Als Grund nennen die Marktexperten die gute Qualität der in 2010 geernteten Kartoffeln und deren knappe Verfügbarkeit. So hätten die Vermarkter einen großen Anteil der von den Landwirten angelieferten Menge abpacken können. Es seien kaum Übergrößen aussortiert worden und der qualitätsbedingte Ausschuss sei ebenfalls gering gewesen. Die Einkäufe von frischen Kartoffeln bei den privaten Haushalten gingen laut AMI-Auswertung des GfK-Haushaltspanels dagegen nur um 2,2 Prozent auf 1,33 Millionen Tonnen zurück. Dies gebe einen realistischeren Eindruck der tatsächlich konsumierten Kartoffeln wieder. Der Anteil von Bio-Kartoffeln an den Kartoffeleinkäufen der privaten Haushalte habe bei 4,6 Prozent gelegen, berichtet AMI.