Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2011 Diskussion um nachhaltigen Pflanzenschutz

Diskussion um nachhaltigen Pflanzenschutz

Bonn, 06.12.2011. Die deutschen Pflanzenschutzmittel-Hersteller bekennen sich zum verantwortungsvollen Einsatz des chemischen Pflanzenschutzes in einer nachhaltigen Landwirtschaft und unterstützen geeignete Maßnahmen zur Reduktion von Risiken. Pauschale Mengenreduktionsziele dagegen lehnt die Industrie ab, da sie die tatsächlichen Bedürfnisse der Landwirtschaft ignorierten und den Nutzen des Pflanzenschutzes für Verbraucher und Produzenten übersehen würden.


Queckenbekämpfung im Getreide
Queckenbekämpfung im Getreide

Diese Position bekräftigt der Industrieverband Agrar (IVA) zum Beginn des vierten Forums „Nationaler Aktionsplan zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln“, das auf Einladung des Bundeslandwirtschafts- ministeriums stattfand.
„Die öffentliche Debatte um Pflanzenschutz drehe sich nahezu ausschließlich um mögliche Risiken des Einsatzes. Dabei liege allein der ökonomische Nutzen durch Pflanzenschutz in Deutschland einer aktuellen Studie der Humboldt-Universität zu Berlin zufolge bei vier Milliarden Euro jährlich.“, betont IVA-Hauptgeschäftsführer Volker Koch-Achelpöhler. Solche Nutzenaspekte müsse auch der Nationale Aktionsplan angemessen abbilden. Alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union seien nach der im Jahr 2009 erlassenen Richtlinie 2009/128/EG („Nachhaltigkeits-Richtlinie“) verpflichtet, nationale Aktionspläne mit Zielen, Maßnahmen und Zeitplänen zu erstellen, um Risiken und Auswirkungen der Verwendung von Pflanzenschutzmitteln auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt zu minimieren. Die Frist zur Vorlage der Pläne bei der Europäischen Kommission ist der 26. November 2012.

 

Weniger Pflanzenschutzmittelrückstände gefunden

Brüssel, 10.11.2011. Immer mehr Lebensmittel sind ohne Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. Nach dem Pestizid-Bericht der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) lagen 97,4 % der analysierten Proben unter den zulässigen Rückstandshöchstgehalten (RHG) von Pestiziden – ein Anstieg gegenüber 2008 von knapp einem Prozentpunkt. Dabei heben die Berichterstatter hervor, dass es nicht notwendigerweise Sicherheitsbedenken aufwerfe, wenn in Lebensmitteln nachgewiesene Pestizide Rückstandshöchstgehalte überschritten.

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