Butterloch in Norwegen
Berlin, 20.12.2011. In Norwegen ist Butter zurzeit ein knappes Gut. Das berichtet der Deutsche Bauernverband (DBV) und weist auf stark gestiegene Verbraucherpreisen für Butter mitten in der Vorweihnachtszeit hin. Mit Blick auf den aktuellen Buttermangel am Nordkap spricht sich der Verband für zügige Butterexporte nach Norwegen aus und verweist gleichzeitig auf die florierende Butterproduktion in Deutschland. „Auch wenn hierzulande die Nachfrage nach Butter vor Weihnachten boome, könne die deutsche Molkereiwirtschaft den Norwegern sicherlich helfen“, heißt es beim DBV.
Der Bauernverband ist überzeugt, dass die Molkerei Tine, der norwegische Hauptproduzent von Butter, die Butternachfrage der dortigen Bevölkerung offenbar vollkommen falsch eingeschätzt habe. Zudem hätten Veränderungen bei den Ernährungsgewohnheiten den Butterbedarf in einem relativ kurzen Zeitraum stark ansteigen lassen. Importe von Butter seien in Norwegen – einem Nicht-EU-Land – jedoch mit hohen Zöllen belegt und würden einem schwerfälligen Lizenzverfahren unterliegen. „Vielleicht sollten sich die norwegischen Verbraucher an den nordischen Weihnachtsmann wenden, der ja bekanntlich mit seinem Rentiergespann jede Grenzbarriere überwinden könne“, ließ der DBV verlauten. „Die deutschen Milchbauern würden gern beim Beladen des Schlittens helfen.“