Deutsche Landwirtschaft steigerte Umsatz in 2011
Berlin, 28.12.2011. Der Produktionswert der deutschen Landwirtschaft wird im zu Ende gehenden Jahr 2011 rund 52 Mrd. Euro erreichen. Nach etwas über 46 Mrd. Euro in 2010 erhöhte sich der Umsatz um gut 12 Prozent, teilte der Deutsche Bauernverband (DBV) mit. Gleichzeitig seien allerdings die Kosten für die landwirtschaftlichen Betriebe um gut 4 Mrd. Euro (13 Prozent) auf über 36 Mrd. Euro gestiegen. Damit hätten sich die Entwicklungen an den globalen Agrarmärkten auch in Deutschland niedergeschlagen.
Als Grund für die positive Entwicklung des Umsatzes nennt der DBV die verbesserten Erzeugerpreise in 2011, aber auch die wachsenden Marktanteile der deutschen Landwirtschaft in der EU. Etwa die Hälfte ihres Umsatzes (26,1 Mrd. Euro) hätten die deutschen Bauern statistisch auf dem Acker mit pflanzlichen Produkten erzielt. 23,8 Mrd. Euro (46 Prozent) seien im Stall erzeugt worden, wobei die Milchbauern den höchsten Anteil mit 10,4 Milliarden Euro erzielt hätten, gefolgt von den Schweinehaltenden Betrieben mit 6,2 Mrd. Euro. Die Schweinehaltung und besonders die Ferkelerzeugung sei in 2011 der Betriebszweig der deutschen Landwirtschaft gewesen, in dem Kostensteigerungen vor allem bei Futtermitteln und Energie erheblich höher ausfielen als die am Markt erzielten Umsätze. Gut 2 Mrd. Euro setzten die Bauern mit Dienstleistungen um, betonte der Bauernverband. Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft werde besonders im europäischen Vergleich sichtbar, stellte der DBV weiter fest. Die deutschen Bauern lägen bei acht Agrarprodukten unter den ersten drei aller EU-Länder. Bei Milch, Schweinefleisch, Raps und Kartoffeln habe Deutschland 2011 seinen Spitzenplatz verteidigt. Bei Getreide, Zucker, Rind- und Geflügelfleisch liege die französische Landwirtschaft vor der deutschen. Deutschland habe in den vergangenen zehn Jahren seine Marktanteile im EU-Binnenmarkt vor allem bei Schwein- und Geflügelfleisch ausgebaut.