Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2002 EU-Kartoffelernte kaum gestiegen

EU-Kartoffelernte kaum gestiegen

Bonn, 12. Dezember 2002. Die europäischen Landwirte haben in diesem Jahr 45,2 Millionen Tonnen Kartoffeln geerntet. Verglichen mit 2001 entspricht das einem minimalen Plus von 0,9 Prozent.

Anbaufläche wird kleiner
Deutschland konnte trotz der zeitweise verheerenden Witterung seine Position als wichtigstes Erzeugerland halten. Laut der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) in Bonn sind die heimischen Kartoffelsäcke in diesem Jahr mit 10,97 Mio. Tonnen (t) gefüllt und somit um 4,6 Prozent leichter als im vergangenen Jahr.Vor allem die wichtigen niedersächsischen Anbauflächen standen zum Teil länger unter Wasser. In anderen deutschen Regionen sorgte dagegen Regenmangel für qualitative Probleme und geringere Erntemengen.

Im übrigen Europa ist die Lage uneinheitlich: Die Niederlande steigerten ihren Ertrag um 4,1 Prozent auf 7,3 Mio. t, Großbritannien verzeichnet mit insgesamt 6,6 Mio. t ein leichtes Minus. Frankreichs Bauern rodeten rund fünf Prozent mehr – die gesamte Erntemenge wird auf 6,4 Mio. t veranschlagt. Außer in Spanien (2002: 3,0 Mio. t) wird der Kartoffelanbau im Süden der EU immer unbedeutender. Viele Erzeuger haben sich dort inzwischen komplett von der Knolle abgewandt.

Seit Anfang der 90er Jahre ist die zum Kartoffelanbau genutzte Fläche europaweit von 1,5 Mio. Hektar (ha) auf 1,3 Mio. ha gesunken.

 

 

Künast legt Erntebericht vor

Berlin, 30. August 2002. Ministerin Renate Künast hat am vergangenen Mittwoch den jüngsten Erntebericht vorgelegt. Vor allem bei Getreide ist die Lage schwierig. Das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) erwartet hier in diesem Jahr eine mengenmäßig und qualitativ niedrige Ernte.
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