Schärfere Regeln für Hormone und Antibiotika
Brüssel, 17. Dezember 2002. Die EU schränkt den Einsatz von Hormonen und Antibiotika in der Tierhaltung weiter ein. Die Agrarminister beschlossen in Brüssel, das bestehende Anwendungsverbot für fünf Hormone, darunter die Sexualhormone Progesteron und Testosteron, zu verlängern. Neu in der Negativliste ist die Substanz „17-beta-Östradiol“.
Einsatz seit Jahren sinkend
Antibiotika als Wachstumsförderer sind ein Auslaufmodell. Sie dürfen zukünftig nicht mehr prophylaktisch unter das Futter gemischt werden. Lediglich vier nicht in der Humanmedizin eingesetzte Medikamente haben eine Restlaufzeit bis Ende 2005.
Die Verbote kommen nicht überraschend. Es konnte zwar nicht in allen Fällen die Schädlichkeit nachgewiesen werden, doch gerade bei dem Wirkstoff 17-beta-Östradiol ermittelten Wissenschaftler zweifelsfrei erhebliche Gesundheitsrisiken. Der Einsatz von Antibiotika als Wachstumsförderern ist in der EU ohnehin seit Jahren rückläufig.