Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2009 Mehr Silomais in Europa

Mehr Silomais in Europa

Bonn, 2.11.2009. Die Landwirte in Europa bauen mehr Silomais an. Während sich die Entwicklung beim Körnermais von Jahr zu Jahr aufgrund der Marktgegebenheiten ändert, zeigt die Kurve beim Silomais in den meisten Ländern stetig nach oben. Das berichtet das Deutsche Maiskomitee (DMK).

Ernte von Silomais
Ernte von Silomais

Angesichts der zunehmenden Verwendung von Silomais zur Energiegewinnung in Biogasanlagen lege der Silomaisanbau auch in Deutschland deutlich zu. Nach Schätzungen des DMK wandern inzwischen bis zu 375.000 ha Silomais in Biogasanlagen. Diese Entwicklung werde sich fortsetzen, da sich nach DMK-Informationen derzeit etwa sieben Prozent der deutschen Maisanbauer mit Biogas beschäftigten und weitere fünf Prozent dies in den kommenden Jahren planten.

Auch in anderen europäischen Ländern ist die Situation ähnlich. So steige in Dänemark die Anbaufläche von Silomais seit zehn Jahren kontinuierlich an. Sie liegt 2009 bei 180.000 ha. Auch in Großbritannien werde mehr Silomais angebaut. In Belgien halte sich die Anbaufläche konstant bei rund 250.000 ha, allerdings steige der Anteil von Silomais gegenüber dem Körnermais. Bei der ökonomischen Beurteilung und einem länderübergreifenden Vergleich des Silomaisanbaus spielten neben dem Ertrag mehr und mehr andere Faktoren wie Betriebs- und Schlaggröße, Pachten oder Ausbildung des Landwirtes eine Rolle, so das DMK unter Berufung auf eine französische Studie. Der zufolge seien klare Strategien zur Verwertung und ein konsequentes Kostenmanagement für den wirtschaftlichen Erfolg von ebenso großer Bedeutung wie der Anbau im Feld.

 

Gärrückstände aus Biogaserzeugung als Dünger

Gülzow, 27.03.2009. Der Einsatz von Gärrückständen aus Biogasanlagen als Dünger für den Pflanzenbau ist bekannt. Die stoffliche Zusammensetzung und Wirkung dieser Dünger wurde jetzt wissenschaftlich untersucht. In einem vom Bundeslandwirtschaftsministerium über den Projektträger Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) geförderten Projekt untersuchten Wissenschaftler die Eigenschaften von Gärrückständen sowohl im Labor als auch in Freilandversuchen. Dabei zeigte sich, dass die Gärrückstände bei Weizen und Mais Düngeeffekte erreichen, die denen von mineralischen Stickstoffdüngern nahe kommen.
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