Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2010 Ernte 2010 und Lebensmittelpreise

Ernte 2010 und Lebensmittelpreise

Berlin, 22.07.2010. "Die Erzeugerpreise für Brotweizen und Futtergerste sind in Folge der schlechteren Ernten in den vergangenen Wochen angestiegen. Für Brotweizen werden heute 140 Euro je Tonne und mehr gezahlt“, das erklärte der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes, Dr. Helmut Born, bei der Vorstellung des ersten Ernteberichtes. Die Verteuerung des Rohstoffes Getreide bedeute bei den geringen Anteilen des Mehls am Brötchen und Brotpreis allerdings keine Veränderung der Verbraucherpreise.


Mähdrescher bei der Weizenernte
Mähdrescher bei der Weizenernte

Wenn es Kostensteigerungen in anderen Bereichen vor allem bei Lohn und Energie gebe, dann sehe es für die Bäckereien und Backwarenindustrie anders aus. Der Getreidewert bei Brot und Brötchen betrage heute nur noch 5 % des Ladenpreises, erklärte Born. Bei weniger verarbeiteten Produkten wie Kartoffeln, Obst und Gemüse wirkten Preiserhöhungen auf der Erzeugerebene unmittelbarer auf die Verbraucherpreise. Die Preiserhöhungen der Ernte 2010 würden aber insgesamt ihre Wirkung bei den Lebensmittelpreisen hinterlassen. Im vergangenen Jahr verringerten sich die Verbraucherpreise, für dieses Jahr werden moderate Preiserhöhungen im Rahmen der Inflationsrate erwartet, so Born.

 

Raiffeisenverband senkt Ernteschätzung deutlich

Berlin, 14.07.2010. Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) hat seine monatliche Ernteschätzung nach der außergewöhnlichen Hitzewelle der vergangenen Wochen deutlich gesenkt. Im Vergleich zum witterungsbedingt günstigen Vorjahr erwartet der DRV in Deutschland knapp 8 % niedrigere Getreidedurchschnittserträge von 66,2 dt/ha. Vor vier Wochen lag die Ertragserwartung noch 4 dt/ha höher. Die anhaltende Hitze habe insbesondere die Weizen- und Maisbestände sowie spät gesäte Sommersaaten überproportional geschädigt.

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