Deutschland Service/Presse Nachrichten aus der Landwirtschaft 2010 Hitzewelle traf Zuckerrüben mitten im Wachstum

Hitzewelle traf Zuckerrüben mitten im Wachstum

Hannover, 23.08.2010. Die Hitzewelle traf in diesem Jahr viele deutsche Ackerbauregionen. Besonders in Niedersachsen litten die Pflanzen nach dem kühlen Frühjahr unter der anhaltenden Trockenheit und der starken Sonneneinstrahlung, so das niedersächsische Landvolk. Auch die Zuckerrüben traf die Hitzeperiode mitten im Massenwachstum. Nach den ersten Proberodungen der Saatzuchtunternehmen erwarteten die Zuckerrübenanbauer deshalb unterdurchschnittliche Erträge.


Trockenschaden an Zuckerrüben
Trockenschaden an Zuckerrüben

In Söllingen bei Helmstedt seien Anfang August nur 26,8t/ha geerntet worden. Im vergangenen Jahr waren es zum gleichen Zeitpunkt noch 39,6t/ha und 2007 sogar 49,7t/ha. Bei sengender Hitze hätten die Zuckerrübenbestände „geschlafen“, so das Landvolk weiter. Ein weiterer Grund für die schlechteren Ernterwartungen sei die kühle Witterung und Trockenheit im Frühjahr gewesen, die das Auflaufen der Rüben verzögert habe, während Unkräuter mit den Bedingungen häufig besser zu Recht kämen. Trotz der Verzögerung sei der Feldaufgang mit rund 100.000 Pflanzen pro Hektar jedoch sehr gut gewesen. In Niedersachsen werden auf rund 100.000 ha Zuckerrüben angebaut.

 

Ernte 2010 und Lebensmittelpreise

Berlin, 22.07.2010. "Die Erzeugerpreise für Brotweizen und Futtergerste sind in Folge der schlechteren Ernten in den vergangenen Wochen angestiegen. Für Brotweizen werden heute 140 Euro je Tonne und mehr gezahlt“, das erklärte der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes, Dr. Helmut Born, bei der Vorstellung des ersten Ernteberichtes. Die Verteuerung des Rohstoffes Getreide bedeute bei den geringen Anteilen des Mehls am Brötchen und Brotpreis allerdings keine Veränderung der Verbraucherpreise.

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