Deutscher Anteil an der Marktversorgung mit Eiern sank
Bonn, 23.08.2010. Im ersten Halbjahr 2010 wurden in Deutschland deutlich weniger Eier erzeugt als im Vorjahr. Darauf weist die Marktinfo Einer & Geflügel (MEG) der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) hin. Zahlen lägen zwar erst bis Mai 2010 vor, nach MEG-Kalkulationen dürfte die Vorjahreslinie in den ersten sechs Monaten aber um etwa 17 % verfehlt worden sein.
Da der Inlandskonsum vergleichsweise stabil zum Vorjahr blieb, war der Importbedarf an Eiern groß. Insbesondere die Einfuhren von Schaleneiern wuchsen im ersten Halbjahr 2010, laut Statistischem Bundesamt um 14,8% auf 4,07 Mrd. Stück. Der Hauptlieferant Niederlande habe seine Lieferungen aber nicht ausbauen können, mit 2,73 Mrd. Stück wurde das Vorjahresvolumen sogar um 0,4% verfehlt. Aus allen anderen relevanten EU-Ländern sei aber deutlich mehr eingeführt worden, insbesondere aus Polen, dem zweitwichtigsten Lieferland. Von dort wurden 423,7 Mio. Eier bezogen, 48% mehr als 2009. Obwohl der Markt zeitweise knapp versorgt war, stiegen auch die Ausfuhren von Schaleneiern, und zwar um 6,1%. Die Exporte spielten insgesamt aber eine untergeordnete Rolle, so die MEG-Information.