Deutschland Service/Presse Pressemitteilungen Archiv 1997 24.07.97 Ein Grundstein für die angewandte Wissenschaft - Das Biotechnikum der KWS

24.07.97 Ein Grundstein für die angewandte Wissenschaft - Das Biotechnikum der KWS

Grundsteinlegung am 24. Juni 1997

In Anwesenheit des Bundesministers für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie Dr. Jürgen Rüttgers erfolgte am 24. Juni 1997 die Grundsteinlegung für ein Biotechnikum der KWS Kleinwanzlebener Saatzucht AG in Einbeck. Im neuen Forschungs- und Kommunikationsgebäude der KWS sollen klassische und biotechnologische Pflanzenzuchtmethoden enger als bisher miteinander verzahnt werden. Die Investitionssumme beträgt für das Gesamtprojekt rund 30 Mio. DM.

Minister Rüttgers beurteilte in seiner Rede die Gentechnologie als eine der Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts und versprach: "Bis zum Jahre 2000 wird Deutschland Biotechnologie-Standort Nummer 1 in Europa sein". In diesem Zusammenhang forderte er, daß die Kosten für Genehmigungsverfahren gesenkt und die Verwaltungsverfahren flexibler werden müssen. Rüttgers wünschte der KWS weiterhin viel Erfolg und war sicher, daß das Biotechnikum der Biotechnologie in Deutschland weitere Dynamik verleihe.
 
"Die neuen Technologien werden den klassischen Zuchtprozeß nicht ersetzen, sondern als Handwerkszeug wirkungsvoll ergänzen.", so KWS Vorstandssprecher Dr. Andreas Büchting in Gegenwart zahlreicher Gäste aus Politik und Wissenschaft. Mit Unterstützung der Gentechnik in der Pflanzenzüchtung sei es möglich, sich den Herausforderungen der Zukunft in der Züchtung zu stellen und punktgenau zu züchten: Schwerpunkte der zukünftigen biotechnologischen Arbeiten bei KWS sind gesunde Pflanzen, eine bessere Nutzung von Pflanzennährstoffen und die Einsatzmöglichkeiten von Pflanzen als Lieferanten nachwachsender Rohstoffe.
Das Biotechnikum sei der Ausdruck der Bedeutung von Forschung und Wissenschaft für die KWS und ein klares Votum für den Standort Deutschland. Mit der geplanten "Kommunikationshalle" verwirkliche sich darüber hinaus die Chance, einer interessierten Öffentlichkeit Einblicke in die Arbeit der Forscher zu geben: Fachvorträge und Informationsveranstaltungen runden dieses Angebot ab - "Gläserne Forschung" wird bei KWS wörtlich genommen.
Im Biotechnikum werden auf einer Fläche von 2.300 m² Labor-, Büro- und Seminarräume entstehen. Für Technik und Klimakammern stehen noch einmal über 4.000 m² zur Verfügung. Mit beinahe 500 m² wird die "Gläserne Halle" Raum für Schautafeln, verschiedene Exponate und Videoinstallationen bieten und Interessierte zu Informationen einladen.
Der Neubau wird voraussichtlich im April 1999 bezogen werden können.