Deutschland Service/Presse Pressemitteilungen Archiv 1997 16.10.97 KWS nimmt neue Saatgut-Aufbereitungsanlage in Betrieb

16.10.97 KWS nimmt neue Saatgut-Aufbereitungsanlage in Betrieb

Am 16.Oktober d. J. übergab KWS Vorstandsmitglied Dr. Christopher Ahrens eine neue Aufbereitungsanlage für Zuckerrübensaatgut am Sitz des Unternehmens in Einbeck ihrer Bestimmung. Dem Festakt wohnten ca. 200 in- und ausländische Gäste aus nahezu 30 Ländern bei. Die neue Aufbereitungsanlage, die rechtzeitig zur anlaufenden Produktionskampagne in Betrieb geht, ist die zentrale Investition des Unternehmens innerhalb eines umfangreichen Maßnahmenbündels, mit dem KWS seit mehreren Jahren die weitere Verbesserung der Saatgutqualität vorantreibt. Sie ergänzt gleichzeitig die bestehende Verarbeitungsanlage am selben Standort mit einer zusätzlichen Kapazität von 2 t/h Eingangsware. Mit einem Investitionsvolumen von rd. 20 Mio. DM setzt diese Anlage quantitativ und qualitativ neue Maßstäbe in der internationalen Aufbereitungstechnik für Zuckerrüben-Saatgut. Dezentrale neue Reinigungsanlagen in den Vermehrungsgebieten Frankreichs und Italiens runden diese Schwerpunktinvestition der KWS Gruppe ab.

Verfahrenstechniker der saatguttechnologischen Forschungsabteilung von KWS haben die Anlage in rd. 3 Jahren geplant und realisiert. Die Modulbauweise des neuen Betriebes ermöglicht ein hohes Maß an produktionstechnischer Flexibilität und trägt so den weiter steigenden Anforderungen des Saatgutmarktes in Hinblick auf Sortentypen, Saatgutarten und Behandlungsmethoden Rechnung. Die Anlage verfügt über ein integriertes Prozeßleitsystem zur vollautomatischen Steuerung der einzelnen Bearbeitungsschritte.

Im Einzelnen bietet die Anlage u.a. folgende Neuerungen:

 
  • jede Saatgutpartie wird individuell in unterschiedliche Größenklassen aufgeteilt, während des gesamten Prozesses getrennt aufbereitet und für die weitere Verarbeitung separat in Containern gelagert

 

  • jede Saatgutpartie wird individuell nach Größe und Form poliert mit eigens von KWS dafür entwickelten Poliermaschinen

 

  • jede Saatgutpartie wird lückenlos überwacht; die einzelnen Bearbeitungsschritte gemäß den strengen Anforderungen des KWS Qualitätsmanagements dokumentiert.

Parallel zu den umfangreichen Investitionen in die Saatgut-Aufbereitungstechnik intensiviert KWS den Einsatz der modernen Biotechnologie in Ergänzung der klassischen Pflanzenzüchtung. Mit einem Investitionsvolumen von weiteren rd. 30 Mio. DM entsteht derzeit ebenfalls in Einbeck ein neues Forschungsgebäude, das "Biotechnikum", in dem klassische und biotechnologische Pflanzenzüchtung noch stärker miteinander verzahnt werden können. Beide Investitionen schaffen die Voraussetzungen für weitere Leistungsverbesserungen der KWS Zuckerrübensorten und tragen somit zur Sicherung des Zuckerrübenanbaus in Europa bei.