Deutschland Service/Presse Pressemitteilungen Archiv 1999 11.2.1999 Europäisches Parlament will klarere Regelungen für die Markteinführung gentechnisch veränderter Pflanzen / KWS sieht positives Signal für die Akzeptanz, fordert aber wissenschaftliche Kriterien bei der Zulassung

11.2.1999 Europäisches Parlament will klarere Regelungen für die Markteinführung gentechnisch veränderter Pflanzen / KWS sieht positives Signal für die Akzeptanz, fordert aber wissenschaftliche Kriterien bei der Zulassung

Der praktische Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen hat sich in den letzten Jahren vor allem in Nordamerika stark ausgedehnt. Deshalb setzen sich jetzt auch in Europa die EU-Kommission und das Europäische Parlament intensiv mit der Vermarktung gentechnisch veränderter Pflanzen auseinander. KWS unterstützt die heutige Forderung des Europäischen Parlaments, klarere Regeln für den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen zu verabschieden.

KWS unterstützt damit das Anliegen der Kommission und des Europäischen Parlaments, Verbraucherwünschen nach klaren Spielregeln für den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen Rechnung zu tragen. Unternehmen sind genauso wie Verbraucher daran interessiert, durch geeignete Maßnahmen - zu denen zum Beispiel auch ein Monitoring gehört - dafür Sorge zu tragen, daß keine negativen Auswirkungen durch den großflächigen Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen eintreten.

Die jetzt vorgesehenen Verschärfungen werden zwar nach Ansicht von Dr. Andreas J. Büchting, Vorstandssprecher der KWS Kleinwanzlebener Saatzucht AG, auch Belastungen für Unternehmen wie die KWS mit sich bringen. "Doch nur wenn wir bereit sind, Befürchtungen von Verbrauchern ernst zu nehmen, werden diese gegenüber den faszinierenden Möglichkeiten der neuen Genforschung ein langfristiges Vertrauen aufbauen."

Die KWS ist daran interessiert, die Aktivitäten von Parlament und Kommission zur Erarbeitung klarer Regelungen für die Vermarktung gentechnisch veränderter Pflanzen konstruktiv zu unterstützen. Für die Unternehmen ist es dabei aber essentiell, daß wissenschaftlich abgesicherte, genau definierte Kriterien festgelegt werden, damit für die Unternehmen Rechtssicherheit gegeben ist. "Für uns als KWS ist es wesentlich, daß bei der Auswertung der Erfahrungen, die man bei der Vermarktung sammelt, nicht Vermutungen und Spekulationen, sondern neue wissenschaftliche Fakten und Erkenntnisse zur Entscheidungsfindung herangezogen werden", kommentierte Büchting.