KWS für Sie unterwegs: Ein Anhänger, der es in sich hat
(Einbeck, 0802, Nr.14, sp) Schon von weitem ist es durch das leuchtende Orange und die Aufschrift „KWS für Sie unterwegs“ gut zu erkennen. Umringt von interessierten Landwirten steht es an einem Zuckerrübenfeld und verhilft den Anwesenden zu einer Vielfalt an Fachinformationen: Das KWS Mobil.
In diesem vier Meter langen und zwei Meter breiten Anhänger befinden sich alle wichtigen Vorrichtungen, um den Landwirten einen gezielten Einblick in die Welt der bedeutendsten Krankheiten und Schädlinge im Zuckerrübenanbau zu geben. Das vielfältige Anschauungsmaterial kann durch Mikroskope und Binokulare betrachtet werden. So kommt man z.B. den Erregern der wichtigsten Blattkrankheiten auf die Spur.
Während über Laptop und Beamer Hintergrundinformationen an die Leinwand projiziert werden, können an drei Laborarbeitsplätzen die verschiedenen Aufbereitungsschritte bei der Analyse von Probenmaterial wie die Auswaschung von Nematodenzysten anschaulich demonstriert werden.
Für Fragen und Erläuterungen stehen den Landwirten die Experten vom KWS Agroservice zur Verfügung. So werden auch komplexe Untersuchungen wie die Ergebnisse eines ELISA-Tests, der für den eindeutigen Nachweis von Rizomania notwendig ist, für jeden verständlich.
„Gerade zum Thema Rizomania waren wir mit dem KWS Mobil in letzter Zeit verstärkt im Einsatz“, so Werner Linzmeier vom Agroservice. Um die Landwirte in neuen Befallsgebieten zu sensibilisieren, wurden Fachvorträge gehalten und bei Schneidaktionen im Feld Probenahmen für den ELISA-Test praktisch demonstriert. „Die Pflanzen wurden hierbei aus Flächen entnommen, die die bekannten Symptome aufweisen: aufgehellte gelbe Blätter, lange Blattstiele und manchmal auch vergilbte Blattadern“, erklärt Dr. Bernd Holtschulte, Leiter der Phytopathologie bei der KWS SAAT AG.
Da Rizomania nicht durch ackerbauliche oder Pflanzenschutz-Maßnahmen bekämpft werden kann, ist die einzige Möglichkeit, Ertragsausfälle zu vermeiden, der Einsatz rizomania-toleranter Sorten. „Auf Schautafeln im KWS Mobil werden die Vorzüge leistungsstarker Sorten wie MACARENA, TATJANA und DORENA sehr eindrucksvoll dargestellt“, so Werner Linzmeier. Er empfiehlt, schon bei Rizomania-Verdacht auf tolerante Sorten zu setzen.
Mit einer reichhaltigen Auswahl an Fachbroschüren, nicht nur zum Thema Rizomania, wird das Informationsangebot für die Landwirte im KWS Mobil abgerundet. Die vielen positiven Reaktionen auf die kompetente Beratung vor Ort und das vielfältige Anschauungsmaterial zeigen, dass das KWS Mobil bei den Landwirten sehr gut angenommen wird. Es ist in diesem Jahr noch in einigen Regionen Deutschlands im Einsatz.
Weitere Informationen und digitale Bilder bekommen Sie über:
Stephan Pusch, Tel.: 05561 / 311-242, E-Mail: s.pusch@kws.de