Gentechnikgesetz in Kraft getreten - Gentechnik-Kuratorium der KWS erwartet aktive Rolle von Künast
Aus Sicht des KWS Kuratoriums für Gentechnik in der Pflanzenzüchtung sind dafür nun die vom BMVEL angekündigten eigenen Untersuchungen mit gentechnisch veränderten Pflanzen zum Nebeneinander verschiedener Anbauformen (Koexistenz) dringend erforderlich. Dabei muss wie zugesagt auf den Erprobungsanbau der Bundesländer im Jahr 2004 aufgesetzt werden.
Der kommerzielle Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen geht ins zehnte Jahr; die weltweite Anbaufläche gentechnisch veränderter Pflanzen beträgt mittlerweile
81 Mio ha. In die Sicherheitsforschung wurde allein in der EU in dieser Zeit ein Budgetvolumen von weit über 100 Mio Euro investiert. "Die Fragen zu potenziellen Risiken dieser Pflanzen für Umwelt und Verbraucher sind über ein Jahrzehnt lang in umfangreichen Analysen bearbeitet worden", resümierte das Kuratorium. Was in Deutschland fehlt, sind "praktikable Rahmenbedingungen zur Koexistenz in der Landwirtschaft, die mit dem nun in Kraft getretenen novellierten Gentechnikgesetz noch nicht gegeben sind".
Die vom BMVEL in diesem Zusammenhang angekündigten Versuche mit gentechnisch verändertem Mais sollten nun aktiv vorangetrieben werden, damit die Ergebnisse in das für 2006 angekündigte neuerliche Gesetzgebungsverfahren und die in Vorbereitung befindliche Verordnung zur Guten Fachlichen Praxis einfließen können. Die Planungen einzelner Bundesländer, den 2004 begonnenen Erprobungs-anbau fortzusetzen, werden ausdrücklich vom KWS Kuratorium begrüßt.
Das KWS Kuratorium Gentechnik in der Pflanzenzüchtung besteht seit 1991, ist mit unabhängigen Experten unterschiedlicher Fachrichtungen besetzt und berät KWS in Fragen der Grünen Gentechnik.
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Sonja Stephens
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