Umweltminister Hans-Heinrich Sander bei KWS
Energiepflanzenbau und Grüne Gentechnik: Moderner Umweltschutz bei KWS
(Einbeck sst, 02/08 Nr. 12/05) Im Rahmen seiner diesjährigen Sommerreise unter dem Motto „Umweltschutz dank Technik“ war der niedersächsische Umweltministers Hans-Heinrich Sander (FDP) am 2. August 2005 zu Besuch bei der KWS SAAT AG. In ihren Vorträgen stellten KWS Vorstand Dr. Hagen Duenbostel, Anja Matzk, Head Regulatory Affairs, und Dr. Jutta Zeddies, Beauftragte für Umweltschutz, die neuesten Entwicklungen auf den Gebieten der Bioenergie bei KWS, Maßnahmen des Umweltschutzes und die Entwicklungen zum Stand der „Grünen Gentechnik“ vor.
Pflanzen als Energieträger
Am Beispiel spezieller Energie-Maissorten machte Hagen Duenbostel deutlich, welche Zukunftschancen sich aus der Nutzung nachwachsender Rohstoffe ergeben. Unter den regenerativen Energien wies er vor allem auf die Vorteile der Biogaserzeugung hin. Diese umweltfreundliche Energieerzeugung beruhe auf der Fermentation von Pflanzen. Im Gegensatz zu Solar- und Windenergie ist das Biogas speicherfähig und steht somit jederzeit zur Verfügung. „Zu diesem Zweck haben unsere Züchter bereits Energiepflanzen mit besonders hohem Biomasseertrag entwickelt. Jetzt gilt es nur noch, die richtigen Rahmenbedingungen für diesen Energieträger zu schaffen“, so Duenbostel. Wesentlicher Punkt sei dabei die Möglichkeit für eine direkte Einspeisung von Biogas in die Gasnetze. Dadurch würden Umwandlungsverluste bei der dezentralen Verstromung von Biogas vermieden. Ein anderer Aspekt sei eine Novellierung des Erneuerbaren-Energiegesetzes – insbesondere im Hinblick auf die Förderung von Großanlagen.
Verlässliche Rahmenbedingungen notwendig“
Beim Thema „Grüne Gentechnik“ hob Anja Matzk die Bedeutung der Biotechnologie für die klassische Pflanzenzüchtung hervor. „Die Biotechnologie löst die klassische Pflanzenzüchtung nicht ab, sondern ergänzt sie“, betonte die Wissenschaftlerin. Um jedoch eine verantwortungsvolle Nutzung aller Optionen und Methoden in der Pflanzenzüchtung zu erreichen, bedürfe es „verlässlicher und praktikabler Rahmenbedingungen in Deutschland“, sagte Anja Matzk.
Bei der anschließenden Diskussion mit Hans-Heinrich Sander herrschte Einigkeit darüber, dass man die Grüne Gentechnik und die Nutzung regenerativer Energien weiter entwickeln müsse. Die rechtlichen Grundlagen dafür bedürften allerdings noch einiger Novellierungen.
Den Gesprächen schloss sich ein Rundgang durch das Biotechnikum der KWS an. Danach ging es mit einem Gas betriebenen PKW auf eine Feldfahrt. Dabei konnte sich Hans-Heinrich Sander von den KWS Erfolgen der Energiepflanzenzüchtung ein Bild machen. „Heute fahren wir noch mit Erdgas, morgen mit Biogas“, so Duenbostel abschließend.
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