Deutschland Service/Presse Pressemitteilungen Archiv 2006 KWS setzt weiter auf Dialog - Kein Pauschalurteil gegen Grüne Gentechnik

KWS setzt weiter auf Dialog - Kein Pauschalurteil gegen Grüne Gentechnik

„Wir nehmen die Sorgen der Menschen, die gegen die Grüne Gentechnik demonstrieren, ernst. Darum stellen wir uns gerne der Diskussion“ stellt Philip von dem Bussche, Vorstandsmitglied der KWS SAAT AG, im Hinblick auf den am 3. März 2006 stattfindenden Aktionstag gegen Grüne Gentechnik fest. „Pauschale Vorurteile gegen eine Technologie bringen uns nicht weiter. Nach 20 Jahren intensiver Forschung und 10 Jahren praktischem Anbau haben sich weltweit keine konkreten Risiken beim Einsatz der Grünen Gentechnik offenbart. Es ist daher an der Zeit, sich mit den Chancen für die Umwelt, die Landwirtschaft und damit nicht zuletzt auch für den Verbraucher zu befassen“, erklärt von dem Bussche.

Mit der Ankündigung der neuen Bundesregierung, das Gentechnikgesetz zu novellieren und nach Zulassung der ersten gentechnisch veränderten Sorten für den Vertrieb in Deutschland ist ein massiver Anstieg der Aktivitäten von Kritikern und Gentechnikgegnern zu spüren. Von dem Bussche: „Landwirte, Politiker und Unternehmen werden teilweise massiv unter Druck gesetzt, den Anbau entsprechender Sorten zu unterlassen bzw. zu unterbinden, obwohl der Anbau unter demokratischen Regeln und nach intensivsten Prüfungen in Europa zugelassen worden ist und schon seit vielen Jahren und in zunehmendem Umfang außerhalb Europas erfolgt.“

Innovationen helfen, die zentralen Herausforderungen unserer Zeit zu lösen. Konkret geht es in Deutschland um den Anbau von Mais, der sich selbst gegen einen weit verbreiteten Schädling schützt. Jahrelange internationale Untersuchungen und die deutschen Zulassungsbehörden kommen zu dem Ergebnis: Dieser gentechnisch veränderte Mais ist

  • sicher, weil er nach einer Entwicklungszeit von über zehn Jahren von anerkannten Behörden als für den Menschen unbedenklich und für die Umwelt risikofrei beurteilt worden ist,
  • ökologisch, da er sich selbst gegen ein Insekt, den so genannten Maiszünsler, schützen kann. Die Alternative wäre der Einsatz von Insektiziden – auf keinen Fall ökologischer,
  • ökonomisch, da der Landwirt durch den Anbau ein enormes Einsparpotenzial an Pflanzenschutzmitteln hat.

KWS ist immer für ein gleichberechtigtes Nebeneinander der verschiedenen Bewirtschaftungsformen eingetreten und bietet deshalb seinen Kunden konventionelles, ökologisches und gentechnisch verändertes Saatgut an. Ziel ist es den Fortschritt in allen Bereichen voranzutreiben und den Kunden die Wahlmöglichkeit zu lassen. „Das werden wir auch weiterhin tun und setzen dabei auf Kooperation anstatt auf Konfrontation“, so der KWS Vorstand abschließend.

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Georg Folttmann
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