Soforthilfe von KWS für Baghlan/Afghanistan
(Einbeck, 7.11.2007/Nr. 30/ho) – Tief betroffen und mit größtem Mitgefühl für die Opfer und deren Familien hat KWS von dem verheerenden Bombenanschlag in unmittelbarer Nähe der Zuckerfabrik Baghlan in Afghanistan Kenntnis genommen. KWS hatte sich in den vergangenen Jahren in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) und der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) an dem Wiederaufbau der Zuckerfabrik beteiligt. Für die Unterstützung der von diesem scheußlichen Attentat betroffenen Familien hat KWS eine Soforthilfe von 10.000,- € zugesagt.
Im Jahr 2002 war nach der Einsetzung einer zivilen Regierung in Afghanistan eine deutsche Wirtschaftsdelegation unter Leitung von Bundeskanzler Schröder nach Afghanistan gereist, um Möglichkeiten des wirtschaftlichen Wiederaufbaus mit deutscher Hilfe zu erörtern. In einer anschließend durchgeführten Machbarkeitsstudie wurde die Wiederinbetriebnahme der Zuckerfabrik in Baghlan im Norden Afghanistans auf der Basis des Rohstoffs Zuckerrübe als sinnvoll bewertet, um hiermit eine neue Grundlage für den Lebensunterhalt von über 10.000 Menschen aufzubauen.
In Zusammenarbeit mit BMZ, BMELV und DEG hat sich KWS sodann in den Folgejahren an den Vorbereitungen zur Wiederinbetriebnahme der Zuckerfabrik aktiv beteiligt. Die Schwerpunkte für KWS lagen dabei auf der Durchführung von Zuckerrüben-Anbau-Versuchen und in der technischen Beratung, um einen für die dortigen Klima- und Bodenverhältnisse optimierten Anbau von Zuckerrüben zu ermöglichen.
Im letzten Jahr waren aufgrund der angespannten Sicherheitssituation Mitarbeiter der KWS nicht mehr vor Ort tätig. Die entsprechenden Feldversuche wurden aber unterstützt durch KWS unter Leitung der FAO weiter fortgeführt.
KWS ist tief betroffen von dem jetzt erfolgten Anschlag. Vor Überlegungen zur Fortführung des Projektes steht nun allerdings die Notwendigkeit, den vor Ort betroffenen Familien auf unbürokratischem Wege schnellstmöglich Hilfe zu teil werden zu lassen. KWS hat hierfür einen Betrag von 10.000,- € zur Verfügung gestellt.
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Dr. Henning von der Ohe
- Leiter Unternehmenskommunikation -
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