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Widerstandsfähigkeit

Virusresistenz (Rizomaniaresistenz) bei Zuckerrübe

Rizomania – auch »viröse Wurzelbärtigkeit« genannt – ist eine Viruserkrankung, die besonders den Rübenkörper sowie das Wurzelsystem der Zuckerrübe schädigt und von einem bodenbürtigen Pilz (Polymyxa betae) übertragen wird. Sie ist die wirtschaftlich bedeutendste Zuckerrübenkrankheit in Europa. Unter Rizomaniabefall sind bei anfälligen Sorten Ertragsverluste bis zu 80 Prozent möglich.

KWS hat bereits einen deutlichen Fortschritt durch die konventionelle Züchtung von Rizomania-toleranten Zuckerrüben erreicht. Die Kombination verschiedener Resistenzquellen bewirkt einen verstärkten Schutz gegenüber der Viruserkrankung. Somit kann eine Absicherung der Leistung unter Starkbefall gewährleistet werden.

Außerdem arbeitet die KWS an einem gentechnischen Ansatz zur Rizomaniaresistenz von Zuckerrüben. Intensive molekularbiologische Arbeiten führten zu der Identifizierung von transgenen Zuckerrüben, die eine besonders hohe Toleranz gegenüber Rizomania aufweisen. Zudem haben sie die Eigenschaften, die für eine erforderliche Genehmigung zum Anbau, Verarbeitung und Nutzung als Futter- und Lebensmittel notwendig sind. Im Unterschied zu konventionell gezüchteten Sorten können sich bei gentechnisch verbesserten Zuckerrüben die Rizomaniaviren nicht vermehren, so dass eine weitere Ausbreitung vermieden wird.

Das Bild zeigt eine gesunde (links) und eine von Rizomania befallene Zuckerrübe (rechts).

Rizomania

Gentechnik

Bild Pilzresistenzen bei Weizen


	<p>Links: gesunder Weizen, rechts: anfälliger Weizen</p>

Links: gesunder Weizen, rechts: anfälliger Weizen


 
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