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Gentechnik

KWS international - Erfolg mit gentechnisch veränderten Sorten

In Europa ist der KWS Absatz mit gentechnisch veränderten Sorten (gv-Sorten) bisher verschwindend gering. International ist das jedoch anders: Im Geschäftsjahr 2013/2014 trugen gentechnisch veränderte Sorten mit insgesamt 34 Prozent zum Gesamtumsatz der KWS Gruppe bei.

In Nordamerika beträgt deren Umsatzanteil über 70 Prozent. Das Angebot von gv-Sorten auf diesem Markt ist entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit eines dort tätigen Unternehmens.
Erfolgreichstes gentechnisches Produkt ist bisher die Entwicklung der herbizidtoleranten Roundup Ready® -Zuckerrübe. Die herbizidtoleranten Zuckerrüben wurden in den USA bereits 2005 für den Anbau zugelassen, seit 2007 läuft der kommerzielle Anbau in den USA. Seit 2009 wachsen sie auf mehr als 90 Prozent (über 450.000 Hektar) der nordamerikanischen Zuckerrübenanbaufläche und werden über die amerikanische Tochtergesellschaft BETASEED an Landwirte in den USA und Kanada mit seither ungebrochener Nachfrage vertrieben.  

Die amerikanische Tochtergesellschaft AgReliant von KWS und dem französischen Agrarkonzern Limagrain (50:50 Joint Venture) vermarktet in Nordamerika gv-Maissorten mit neuen Merkmalen wie Herbizidtoleranz und Resistenzen gegen verschiedene Schadinsekten. Der Anteil an mehrfachresistenten gv-Maissorten im Sortiment beträgt dort ca. 90 Prozent.

Grundsätze der KWS im Umgang mit der grünen Gentechnik

Im Hinblick auf die Grüne Gentechnik steckt die europäische – und speziell die deutsche - Politik in einem Dilemma:
Einerseits erkennen staatliche Institutionen das Potential moderner Technologien zur Bewältigung großer Zukunftsaufgaben (Ernährung, Energieversorgung) und fördern und unterstützen Innovationen in diesen Bereichen. Andererseits geben die politischen Interessenvertreter mit ihrem Null-Toleranz-Ansatz gegenüber gentechnisch veränderten Pflanzen dem gesellschaftlichen Druck nach. Denn ein Großteil der Bevölkerung sieht den Einsatz Grüner Gentechnik heute immer noch kritisch. Ängste und Emotionen erschweren häufig einen sachlichen Diskurs. Dabei kommen 25 Jahre unabhängige, begleitende Forschung zur Grünen Gentechnik zu dem Ergebnis: Gentechnisch gezüchtete Pflanzen sind ebenso sicher wie andere, konventionell gezüchtete Pflanzen.

Als Pflanzenzüchtungsunternehmen, das seit vielen Jahren verantwortungsbewusst die technischen Möglichkeiten der Grünen Gentechnik nutzt, setzen wir uns dafür ein, dass praktikable Lösungen gefunden werden. Ein Nebeneinander von gentechnisch veränderten, konventionellen und ökologisch produzierten Sorten sollte auch in Deutschland möglich sein.
Forschung und Züchtung auch mit gentechnischen Methoden – als eine Option im Methoden-Mix der Forschungs- und Entwicklungsarbeit – ist unerlässlich.

Dafür hat die KWS sich eigene Grundsätze gesetzt:

  • Wir führen eine Einzelfallbewertung durch, dabei muss der potenzielle Nutzen einer gentechnisch veränderten Pflanze höher liegen als bei bisher verfügbaren Sorten, andernfalls prüfen wir Alternativen,
  • wir führen erst dann Feilandversuche durch, wenn alle Vorprüfungen im Labor und Gewächshaus ergeben haben, dass nach dem Stand des Wissens Schäden ausgeschlossen werden können,
  • wir zeigen Transparenz im gesamten Prozess, indem wir der Öffentlichkeit Informationen rechtzeitig und in angemessener Weise zugänglich machen und
  • wir stehen mit verschiedenen Interessensgruppen im Dialog, indem wir an Diskussionsrunden oder Kongressen teilnehmen oder eigene Dialogforen veranstalten.

Die KWS steht als familiengeprägtes Unternehmen weiterhin für sorgsamen Umgang mit der Grünen Gentechnik und will so eine nachhaltige Landwirtschaft fördern − in einer unternehmerischen Balance zwischen Ökonomie, Ökologie und gesellschaftlicher Verantwortung.

Die KWS Forschung und Züchtung ist seit über 150 Jahren immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung und damit ein Motor des Fortschrittes in der Landwirtschaft. Wir sind davon überzeugt, dass mit einem sorgsamen und verantwortungsvollen Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen auch bei uns mittelfristig eine effizientere und zugleich umweltfreundlichere Landwirtschaft zum Nutzen von Verbrauchern, Landwirten und Umwelt realisiert werden wird. Es wäre für KWS unverantwortbar, auf die Möglichkeiten der Grünen Gentechnik zu verzichten.
 

Downloads

  • A Decade of EU-funded GMO research [pdf | 3.88 MB] pdf Download
  • Broschüre "Grüne Gentechnik – Warum die moderne Pflanzenzüchtung nicht darauf verzichten kann" [pdf | 1.45 MB] pdf Download
  • "Green biotechnology – Why modern plant breeding cannot do without it"" [pdf | 0.72 MB] pdf Download
  • KWS im Dialog - Juni 2009 - Gentechnik und Klimawandel [pdf | 0.68 MB] pdf Download
  • Abschluss der Freilandversuche, KWS im DIALOG, September 2008 [pdf | 0.11 MB] pdf Download
  • Forschungsfreiheit am Standort Deutschland, KWS im DIALOG, Juni 2008 [pdf | 0.17 MB] pdf Download
  • Roundup-tolerante Zuckerrüben und der Wirkstoff Glyphosat [pdf | 0.14 MB] pdf Download

 
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