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Die Erkenntnis, dass aus einzelnen oder mehreren Pflanzenzellen eine vollständige Pflanze regeneriert werden kann, bildet die Grundlage der Zell- und Gewebekultur in der Pflanzenzüchtung.

Seit KWS 1972 das erste Labor für Zellbiologie einrichtete, werden in den Laboren züchterisch wertvolle Linien mit Verfahren der Gewebekulturtechnik kultiviert und vermehrt; so können sie über eine gewisse Zeit „in vitro“ – „im Glas“ aufbewahrt werden.

In speziellen Kulturräumen wird das Ausgangsmaterial für neue, verbesserte Sorten gelagert - bei optimalen Licht- und Temperaturbedingungen mehrere Jahrzehnte.

Eine weitere wichtige Aufgabe der zellbiologischen Labore ist die Erzeugung von reinerbigen Inzuchtlinien, sogenannten doppelhaploiden Linien, für verschiedene Pflanzenarten. Bis Ende der sechziger Jahre dauerte es 6-8 Jahre, um reinerbige Inzuchtlinien für die Hybridzüchtung zu produzieren. Mit Hilfe der Zell- und Gewebekulturtechniken können innerhalb eines Jahres reinerbige Linien aus unreifen Pollen (Mikrosporen) bzw. unbefruchteten Eizellen erzeugt werden.

Die Verfahren der Zell- und Gewebekultur gehören zur Routine der praktischen Pflanzenzüchtung bei KWS und werden bei Zuckerrübe, Mais, Raps, Weizen, Gerste und Roggen eingesetzt.

Zell- und Gewebekultur


 
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