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"Gegensätze ziehen sich an": Kunstausstellung im BiT der KWS

KWS Vorstandsmitglied Léon Broers begrüßte Christiane und Jochen Borsdorf sowie Heinrich Sprink (v.l.n.r.).
KWS Vorstandsmitglied Léon Broers begrüßte Christiane und Jochen Borsdorf sowie Heinrich Sprink (v.l.n.r.).

Einbeck, 17.02.2012
Nr. 05 | sam

Ein Heimspiel absolvierten Christiane und Jochen Borsdorf im Biotechnikum der KWS SAAT AG. 300 Gäste besuchten die Ausstellungseröffnung der Dassler Künstler, die erstmals zusammen unter einem Dach ihre Kunstwerke zeigen. Zur Führung durch die Ausstellung am 18. April und am 10. Mai 2012, jeweils um 18.00 Uhr, nimmt KWS Anmeldungen entgegen.

Das Künstlerehepaar lebt und arbeitet unter einem Dach. Aber eine gemeinsame Ausstellung – das gab es noch nie. Um so mehr freute sich Léon Broers, Vorstand der KWS SAAT AG, bei seiner Begrüßung, dass diese Ausstellungseröffnung bei KWS stattfand. „Der Titel der Kunstausstellung »Gegensätze ziehen sich an« hat mich zu einigen Überlegungen verleitet: So bietet ja bereits der Gegensatz von Mann und Frau schon reichhaltigen Gesprächsstoff“, sagte Léon Broers Damit aber nicht genug. Jochen Borsdorf ist ausgebildeter Künstler, sie Autodidaktin mit feinem Gespür. „Auch die Arbeitsweise der Beiden ist unterschiedlich: Er strategisch, geleitet von den Strukturen des Steins, an dem er arbeitet, und sie inspirativ und improvisierend mit Fundstücken aus der Natur, die sie zu neuen Objekten zusammensetzt.“

Danach ergriff Heinrich Sprink das Wort, der in jahrelanger Freundschaft mit dem Paar verbunden ist, um in die Werke der Künstler einzuführen. Dabei gelang es Sprink, die Zuhörer am Leben und der Kunst Christiane und Jochen Borsdorfs teilhaben zu lassen:

Jochen Borsdorf steht fest und unverrückbar im Leben. Präzise und auf eine Sache konzentriert, arbeitet er nach einem festen Fahrplan. Die Steine, die er aus Steinbrüchen selber auswählt, werden in einsamen Stunden bearbeitet. Er kann es gut mit sich alleine aushalten, daher liegt ihm die Arbeit mit Steinen. Erst nach seiner Pensionierung fing Jochen Borsdorf an, sich täglich mit der Kunst zu beschäftigen. Vorher war er Lehrer – ein guter, so Sprink –, der lediglich sonntags die Ruhe zum künstlerischen Arbeiten fand. Rastlos schafft er bis in die Nächte hinein.

Christiane Borsdorf ist ein strukturierter Tagmensch, die am Strand blaue und pinkfarbene Plastikflaschen, Badelatschen, Schraubverschlüsse, Holzteile und Zeltheringe sammelt und daraus neue Schönheiten entstehen lässt. Ein abgenutzter Abzieher wird mit ein paar Fäden zum abgewrackten Totenschiff mit Halbmond darüber. Draht, Holz und Blech genügen, um eine Stadt entstehen zu lassen und eine ausgetretene Sandale wird durch Schrauben am Fortlaufen gehindert.

Interessierte, die auch gerne die Collagen Christiane Borsdorfs und die Bilder und Steine Jochen Borsdorfs betrachten möchten, erhalten hierzu erneut die Gelegenheit am Mittwoch, den 18. April und am Donnerstag, den 10. Mai um 18.00 Uhr. Anmeldungen zu obigen Führungen bei der KWS SAAT AG nimmt gerne B. Alex unter Tel. 05561 311-638 entgegen.


 
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