KWS
   
 

Barockmusik vom Feinsten bei KWS

Sopranistin Tanya Aspelmeier und das Ensemble der Hamburger Ratsmusik begeisterten das Publikum im Biotechnikum der KWS.
Sopranistin Tanya Aspelmeier und das Ensemble der Hamburger Ratsmusik begeisterten das Publikum im Biotechnikum der KWS.

Konzert der Internationalen Händel-Festspiele im Biotechnikum der KWS SAAT AG in Einbeck

Einbeck, 23.05.2012
Nr. 23 | sam

Die Plaza im Biotechnikum der KWS in Einbeck hat sich am Montagabend für die Internationalen Händel-Festspiele Göttingen in eine Konzerthalle verwandelt. „Göttliche Gefährtinnen“ – so lautete der Titel dieser erstklassigen Veranstaltung auf internationalem Niveau. Rund 200 Freunde der Barockmusik strömten auf das KWS Gelände, um Werke von Georg Friedrich Händel, Georg Philipp Telemann und Michel Pignolet de Montéclair zu genießen.

„Aus der Strenge heraus Emotionen zu entwickeln, das war die Kraft der Barockmusik in ihrer Zeit, archaisch und futuristisch zugleich“, begrüßte der Vorstandssprecher der KWS, Philip von dem Bussche, die Gäste, darunter den Präsidenten der Klosterkammer Hannover, Hans-Christian Biallas.
 
Solistin des Abends war die Sopranistin Tanya Aspelmeier, die bereits mehrfach mit Preisen für ihr Können ausgezeichnet wurde, unter anderem mit dem Gramophone Award im Jahr 2010. An den Instrumenten brillierte das Ensemble der Hamburger Ratsmusik, das bereits zwei Klassik Echos gewonnen hat: Brian Berryman auf der Traversflöte, Simone Eckert an der Viola da Gamba. Ulrich Wedemeier spielte die Theorbe, und Michael Fuerst intonierte das Cembalo.

Die Musiker nahmen die Besucher mit Montéclaires „L’Europe“ mit auf eine musikalische Reise, getreu dem Festspiel-Motto „Liebe und Eifersucht“: Göttervater Zeus verliebt sich unsterblich in Europa, die Tochter des phönikischen Königs Agenor. Mit allerlei Tricks versucht er, seine Untreue vor seiner eifersüchtigen Gattin Hera zu verbergen. In der Gestalt eines Stiers verführt er Europa und eilt mit ihr über das Meer nach Kreta.

Als besonderen Höhepunkt des Kantatenabends hatte das Ensemble für die Zuhörer Telemanns „Singende Geographie“ auf dem Programm. Darin werden nicht nur Europa und Niedersachsen musikalisch verewigt („Niedersachsen hat elf Stücke, mit noch ziemlich gutem Glücke“), sondern auch Einbeck, Rotenkirchen und Hunnesrück. Diese Passage wurde zur Freude der Besucher von den Akteuren als Zugabe gebracht.

Die Förderung kultureller Veranstaltungen in der Region spielt in der über 150-jährigen KWS Geschichte schon immer eine große Rolle. Gute Verbindungen zur Göttinger Händel-Gesellschaft gibt es seit langem, und seit mehreren Jahren ist KWS Gastgeber eines Konzerts im Rahmen der Händel-Festspiele. Das Zusammenspiel von gläsernem Forschungsambiente und Höhepunkten der Barockmusik beeindruckte die Gäste im Biotechnikum: „Ein Musikgenuss auf höchstem Niveau in besonderer Atmosphäre“ lautete die einhellige Meinung der Zuhörer, die den Abend bei angeregten Unterhaltungen und einem Glas Wein stimmungsvoll ausklingen lassen konnten.

Der Erlös einer Spendenaktion geht an ein Projekt der Tangobrücke Einbeck in Zusammenarbeit mit der Kultur-AG der Goetheschule Einbeck.


 
KWS