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Thirty postcards – Kunstausstellung im BiT der KWS

Vorstandsmitglied Hagen Duenbostel mit Künstlerin Anette Ziss und Kunstjournalist Michael Stoeber vor einem der Kunstwerke (v. r. n. l.)
Vorstandsmitglied Hagen Duenbostel mit Künstlerin Anette Ziss und Kunstjournalist Michael Stoeber vor einem der Kunstwerke (v. r. n. l.)

Einbeck, 19.02.2013
Nr. 09 | ww

 

Anette Ziss zeigt Bilder einer Welt, die vertraut und dennoch fremd erscheint, deren Formen und Farben eigenen Gesetzen folgen. Die Ausstellung „thirty postcards“ greift auf Editionen von Postkarten zurück. Geschickt verwandelt die Künstlerin Ansichten mitteleuropäischer Urlaubslandschaften, schickt unsere Augen auf Entdeckungsreise und belebt unsere Fantasie. 200 Gäste besuchten die Eröffnung der Ausstellung im Biotechnikum der KWS SAAT AG. Zur Führung durch die Ausstellung am 16. April um 18.00 Uhr nimmt KWS Anmeldungen entgegen.

 

In seiner Begrüßung stellte Hagen Duenbostel, Vorstand der KWS, die Künstlerin den interessierten Besuchern vor. Anette Ziss wurde 1965 in Göttingen geboren und studierte zunächst Kunstgeschichte, Anglistik und Pädagogik in Göttingen bevor sie 1988 das Studium der Freien Kunst an der HBK Braunschweig aufnahm. Ihre Studienzeit beendete sie mit dem Meisterschülerin-Abschluss bei Malte Sartorius. Geehrt durch Stipendien und Preise setzte die Künstlerin ihre Arbeit mit großem Engagement in den USA und in Niedersachsen fort. Seit 2004 ist Anette Ziss Mitglied im Atelierhaus Hannover.

„Wie sieht ein Tagesablauf der Künstlerin aus?“ Mit dieser Frage leitete Michael Stoeber, Kunstjournalist aus Hannover, in die Kunst Anette Ziss ein. Nachdem schon lange die Zeit der Auftragskunst vorbei sei, müsse sich die Künstlerin selber Aufträge erteilen. Annette Ziss sei ausgesprochen kreativ, arbeite projektgebunden und habe klare Vorstellungen davon, was sie malen wolle. Die Künstlerin setzt sich dabei mit vorgeprägten Wahrnehmungsmustern auseinander, vornehmlich mit Abbildungen von Landschaftsansichten. Diese löst sie in Linien auf, wodurch Flächen unterschiedlichster Größe entstehen, die die Künstlerin mit Farbe füllt. Während ihrer Arbeit an einem Bild hat Anette Ziss einen Tisch mit unzähligen Farben vor sich. „Alle Farben mischt sie selber an. Sie lebt förmlich in den Farben und versetzt sich in die Schatten und Lichtwelt ihres Bildes hinein“, so erklärte Michael Stoeber mit viel Enthusiasmus. Überlappende Farbzonen und rhythmisch bewegte Linienstrukturen geben erst allmählich und mit räumlichem Abstand das zugrunde liegende Motiv zu erkennen. Eine Gegenständlichkeit der Werke ist vorhanden, aber durch die Wahl der Farbe und die Anreicherung der Flächen entsteht etwas Eigenständiges. Entleerte Flächen erzeugen das Gefühl, das Bild ist nicht zu Ende gemalt worden, ist „non finito“. Dieser Eindruck ist von der Künstlerin gewollt, möchte sie doch die Betrachter anregen, mit Hilfe ihrer Kunst den eigenen Tagtraum zu Ende zu träumen.

Interessierte, die gerne die Kunstausstellung von Anette Ziss besuchen möchten, erhalten hierzu erneut die Gelegenheit am Dienstag, den 16. April 2013 um 18.00 Uhr. Anmeldungen zu einer der Führungen bei der KWS SAAT AG nimmt Bettina Alex unter Tel. 05561 311-638 gerne entgegen.

 

Kontakt:

Wolf-Gebhard von der Wense
Leitung externe Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +49 5561 311-717
E-Mail: wolf-gebhard.vonderwense@kws.com

KWS SAAT AG
Grimsehlstraße 31
37555 Einbeck
 


 
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