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KWS Saatgut im Geschäftsjahr 2011/2012 stärker gefragt denn je (18.10.2012)

Umsatzanstieg um über 15 % auf 986 Mio. € – Betriebsergebnis (EBIT) legt um 21 % auf 141 Mio. € zu, trotz deutlich erhöhter F&E-Aufwendungen – Wachstum in allen Produktsegmenten – Dividende soll um 22 % auf 2,80 € angehoben werden

Die KWS SAAT AG (ISIN: DE0007074007), eines der international führenden Saatzuchtunternehmen, erreichte im Geschäftsjahr 2011/2012 (per 30.6.) Spitzenwerte im Umsatz und Ertrag. Dabei wurden die im Jahresverlauf zweimal angehobenen Geschäftsprognosen nochmals übertroffen. Begünstigt von den weltweit hohen Preisen für Agrarrohstoffe stieg der Umsatz in der KWS Gruppe um 15,3  % auf 986,3 Mio. €. Das EBIT verbesserte sich überproportional um 20,8 % auf 140,9 Mio. €, es war geprägt vom Ausbau des operativen Geschäfts, der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen sowie positiven Währungseffekten. Die EBIT-Rendite erreichte 14,3 % und konnte den hohen Wert des Vorjahres von 13,6 % nochmals übertreffen. Um die Wettbewerbsfähigkeit der KWS Gruppe weiter zu verbessern, wurden die Aufwendungen für Forschung & Entwicklung planmäßig um 11,5 % auf 126,6 Mio. € erhöht. Der um 29,5 % auf 94,4 Mio. € gestiegene Jahresüberschuss profitierte von der auf 30 % (Vorjahr: 34 %) verminderten Steuerquote im Konzern. Vor dem Hintergrund dieses erfreulichen Jahresabschlusses werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende um knapp 22 % auf 2,80 € (Vorjahr: 2,30 €) je Aktie vorschlagen.

Wachstumsdynamik bei Mais ungebrochen

Das Geschäft im umsatzstärksten Segment Mais profitierte von einer anhaltend hohen Marktdynamik in Nordamerika und Europa, die die KWS Gruppe mit einem leistungsfähigen Sortenportfolio und hoher Saatgutverfügbarkeit nutzen konnte. Die Umsatzerlöse in diesem Segment stiegen um 19,7 % auf 571,5 Mio. €. Das Betriebsergebnis verbesserte sich noch stärker um 22,3 % auf 77,8 Mio. €, begünstigt durch die Auflösung von Wertberichtigungen. Durch die weltweit hohen Agrarrohstoffpreise haben Landwirte überwiegend hochwertiges Qualitätssaatgut eingesetzt und die Anbaufläche für Körnermais ausgeweitet. Sowohl in den USA als auch in Europa konnten die Marktanteile mit regional differenzierten Vertriebssystemen ausgebaut werden.

Segment Zuckerrüben erstmals über 300 Mio. € Umsatz

Ebenfalls getrieben von einem starken Nordamerikageschäft erhöhte sich der Segmentumsatz bei Zuckerrüben um 6,7 % auf 313,4 Mio. €. Knapp 90 % der Erlöse sind dem Produktbereich Zuckerrüben zuzurechnen, 10 % entfallen auf das Pflanzkartoffelgeschäft, welches seit dem Geschäftsjahr 2011/2012 erstmals vollständig im Segment Zuckerrüben konsolidiert wurde. Während die Zuckerrübenerlöse in Nordamerika stiegen, erreichten sie in der EU-27 nicht ganz das Vorjahresniveau. Beim Ergebnis wurde insgesamt ein Zuwachs von 21,2 % auf 79,9 Mio. € verbucht. Positiv auf das Segmentergebnis wirkten sich die Auflösung von Wertberichtigungen und Effekte aus der Wechselkursentwicklung aus. Philip von dem Bussche, Vorstandssprecher der KWS: „Die Basis unseres Erfolgs in Nordamerika bilden nach wie vor unsere gentechnisch verbesserten Zuckerrübensorten.“

Getreidegeschäft legt deutlich zu

Im Segment Getreide stiegen die Umsätze um 19,9 % auf 93,3 Mio. €. Das Ergebnis kam besser als erwartet voran und erreichte 18,9 Mio. €, eine Steigerung um 30,3 %. Beflügelt wurde das Ergebnis neben der positiven Preisentwicklung für Konsumgetreide vor allem von der Marke QualityPlus®, mit der ein neuer Qualitätsstandard in Deutschland etabliert werden konnte.

Segment Züchtung & Dienstleistungen aufgelöst

Die Umsätze des Bereichs Corporate (zuvor: Züchtung & Dienstleistungen) erreichten im Berichtsjahr 8,1 (Vorjahr: 6,5) Mio. €. Sie setzen sich aus Erlösen der landwirtschaftlichen Betriebe, Dienstleistungen für Dritte und Umsätzen strategischer Projekte zusammen. Das Segmentergebnis betrug -35,7 (-27,4) Mio. € und beinhaltet sämtliche segmentübergreifenden Aufwendungen. Dazu zählen administrative Kosten aller zentralen Funktionen der KWS Gruppe, aber auch Kosten für langfristige Forschungsprojekte, die noch keine Marktreife besitzen. Dagegen werden die produktnahen Aufwendungen für die Züchtungsaktivitäten seit Beginn des Geschäftsjahres 2011/2012 direkt in den Produktsegmenten abgebildet. Das Segmentergebnis spiegelt damit die hohen Forschungsaktivitäten von KWS wider.

Operativer Cashflow weiter erhöht – Unternehmenswachstum solide finanziert

In der Berichtsperiode 2011/2012 stiegen die Cash Earnings in der KWS Gruppe auf 117,8 (104,1) Mio. €. Saldiert mit dem Aufbau von Forderungen und Vorräten sowie der Zunahme kurzfristiger Rückstellungen beträgt der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit demnach 104,2 (101,2) Mio. €. Hagen Duenbostel, Finanzvorstand der KWS: „Der operative Cashflow lag erneut über dem hohen Niveau von 100 Mio. €. Für Investitionen wurden 56,6 (52,4) Mio. € eingesetzt, darunter ein Teilbetrag in Höhe von 9,0 Mio. € für die getätigten Akquisitionen in Brasilien. Damit verbleibt ein starker Free Cashflow von 47,6 (48,8) Mio. €.“ Die liquiden Mittel einschließlich Wertpapiere beliefen sich zum Bilanzstichtag 30.6.2012 auf 183,0 (146,9) Mio. €. Abzüglich Finanzverbindlichkeiten erreichte die Nettoliquidität damit 107,9 (113,3) Mio. €. Das Eigenkapital stieg um 72,8 Mio. € auf 603,1 Mio. € und deckt wie im Vorjahr die langfristigen Vermögenswerte und die Vorräte vollständig ab. Bei gleichzeitiger Erhöhung der Bilanzsumme sank die Eigenkapitalquote leicht auf 55,2 (58,8) %.

Forschungsbudget planmäßig erhöht und Arbeitsplätze geschaffen

Für die künftige Entwicklung leistungsfähiger Sorten wurden die Aufwendungen für Forschung & Entwicklung im Geschäftsjahr 2011/2012 planmäßig erhöht. „Moderne Pflanzenzüchtung ist Spitzentechnologie, mit der wir unser Saatgut stetig verbessern“, so Philip von dem Bussche. „Jedes Jahr geben wir 12 bis 15 % der Erlöse für F&E aus. Im Berichtszeitraum haben wir 126,6 (113,5) Mio. € investiert, um unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter zu stärken. Das sichert bestehende und schafft zusätzliche Arbeitsplätze bei KWS.“ Im Berichtsjahr erhöhte sich die Zahl der Mitarbeiter, die mittlerweile in über 70 Ländern für die KWS Gruppe tätig sind, um mehr als 8 % auf durchschnittlich 3.851 (3.560).

Ausblick: Fortsetzung des operativen Wachstums

Für das Geschäftsjahr 2012/2013 rechnet KWS mit einem weiteren Wachstum im Segment Mais. Neben Zuwächsen in Nordamerika und China wird erstmals Brasilien Umsatzerlöse beitragen. Im Zuckerrübensaatgutgeschäft ist das Umsatzniveau des Vorjahres kaum zu halten, anderseits soll das Geschäft mit Pflanzkartoffeln nach dem marktbedingt schwierigen Vorjahr weiter ausgebaut werden. Die Absatzchancen für Getreide werden erneut positiv eingeschätzt.

„Im Geschäftsjahr 2012/2013 werden wir das operative Wachstum der KWS Gruppe voraussichtlich fortsetzen. Begünstigende Sonderfaktoren, die das Vorjahr positiv beeinflusst haben, sind aus heutiger Sicht jedoch nicht zu erwarten“, fasst Philip von dem Bussche zusammen. „Insgesamt erwarten wir daher einen Umsatzanstieg in der KWS Gruppe von bis zu 10 %. Nach der besonders hohen EBIT-Marge von 14,3 % im abgelaufenen Jahr streben wir trotz der Kostensteigerungen für die Produktentwicklungen und den Ausbau der Vertriebs- und Produktionsaktivitäten im laufenden Geschäftsjahr eine Marge von gut 11 % an“.

 

Kontakt:

Georg Folttmann
Leiter Investor Relations
Tel. +49-5561-311-640
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