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Stabiles Wachstum trotz schwierigen Marktumfeldes (28.05.2015)

Umsatz steigt in den ersten neun Monaten gegenüber der Vorjahresperiode um 6,9 % auf 777,8 Mio. € – Funktionskosten zur Stärkung des langfristigen Wachstums planmäßig erhöht – EBIT-Marge liegt bei 10,0 %

Die KWS SAAT SE (ISIN: DE0007074007) konnte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2014/2015 den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 6,9 % auf 777,8 (Vorjahr: 727,4) Mio. € steigern. Die Segmente Mais und Zuckerrüben erzielten in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld Marktanteilsgewinne dank starker Sortenleistungen. Unserer langfristigen Unternehmensstrategie folgend, führte der planmäßige Ausbau unserer Forschung & Entwicklungs- (F&E) sowie der Vertriebsaktivitäten in den ersten neun Monaten zu einer Anhebung der Funktionskosten. Das Betriebsergebnis (EBIT) lag daher mit 140,1 (145,8) Mio. € unter Vorjahresniveau.

Parallel haben wir unser umfangreiches Investitionsprogramm für zukünftiges Wachstum fortgesetzt. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr deutlich und erreichten nach neun Monaten 95,3 (37,2) Mio. €. Neben dem Ausbau von F&E- sowie Bürokapazitäten am Standort Einbeck, erfolgte die Fertigstellung einer neuen Maisaufbereitungsanlage in Serbien. „Dies ist ein konsequenter Schritt in der Umsetzung unserer langfristigen Geschäftsstrategie und stärkt unsere Position in den wichtigen südost- und osteuropäischen Wachstumsmärkten“, erläuterte Hagen Duenbostel, CEO der KWS SAAT SE. Bereits im Herbst vergangenen Jahres erwarb KWS die verbleibenden 51 % an dem französischen Gemeinschaftsunternehmen SOCIETE DE MARTINVAL S.A. (MOMONT).

Umfirmierung vollzogen

Die von der Hauptversammlung im Dezember 2014 beschlossene Umwandlung der KWS SAAT AG in eine Europäische Aktiengesellschaft („Societas Europaea“) wurde mit der Eintragung ins Handelsregister im April 2015 rechtskräftig. Die Gesellschaft firmiert nun als KWS SAAT SE. Somit sind die Aktionäre der KWS SAAT AG nunmehr Aktionäre der KWS SAAT SE. Die Notierung der Aktien wurde entsprechend umgestellt, hat aber auf den Börsenhandel keine Auswirkungen. Die Änderung der Rechtsform und die damit verbundene Einrichtung eines europäischen Mitarbeitergremiums (European Employee Committee) spiegeln unsere umfangreichen Geschäftsaktivitäten in Europa wider.

Alle Produktsegmente wachsen im Umsatz

Im Umfeld von nach wie vor niedrigen Absatzpreisen der Landwirte und leicht rückläufigen Anbauflächen in Europa konnten wir im Segment Mais ein Umsatzwachstum von 6,3 % auf 596,9 (561,3) Mio. € erzielen. In Nordamerika stieg der Umsatz unseres Joint Ventures AGRELIANT bei voraussichtlich stabiler Anbaufläche. Begünstigt wurde diese Entwicklung von der unterjährigen US-Dollaraufwertung, die die negativen Auswirkungen der ukrainischen Griwna- sowie der russischen Rubelabwertung übertraf. Auch in Südamerika verzeichneten wir erneut einen Umsatzanstieg. Dagegen fiel das Segmentergebnis deutlich niedriger aus als im Vorjahreszeitraum, im Wesentlichen verursacht durch die planmäßige Erhöhung der Funktionskosten für Forschung & Entwicklung sowie für den Vertrieb. Es erreichte nach den neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 87,8 (103,4) Mio. €.

KWS Zuckerrübensorten nehmen derzeit in allen wichtigen Märkten führende Positionen bezüglich ihrer Sortenleistung ein, was uns daher ermöglichte, trotz schwieriger Marktbedingungen, im Segment Zuckerrüben in nahezu allen Märkten Marktanteilsgewinne zu erzielen. In Nordamerika und auch in der Türkei konnten wir unseren Saatgutabsatz erneut steigern. Im Pflanzkartoffelgeschäft lagen die Absatzmengen dagegen unter Vorjahr. Die Umsatzerlöse des Segments Zuckerrüben lagen mit 288,6 (259,2) Mio. € über dem Vorjahresniveau. Das Segmentergebnis erreichte 88,6 (75,6) Mio. €.

Der Umsatz im Segment Getreide lag nach dem dritten Quartal mit 98,2 (97,2) Mio. € leicht über dem Vorjahreszeitraum. Die zeitweise deutlichen Unterschiede in den Erzeugerpreisen für Weizen und Roggen prägten den Geschäftsverlauf. Die Hybridroggenanbaufläche war leicht rückläufig, was sich negativ auf das Segmentergebnis auswirkte. Zudem stiegen die Aufwendungen für Vertrieb, Forschung & Entwicklung, wodurch das Segmentergebnis im Berichtszeitraum mit 20,9 (25,4) Mio. € unter dem Vorjahresniveau lag.

Das Segment Corporate beinhaltet segmentübergreifende Kosten und Forschungsaufwendungen mit langen Planungshorizonten. Diesen stehen Umsatzerlöse im einstelligen Millionenbereich aus landwirtschaftlichen Aktivitäten gegenüber. Das Segmentergebnis ist daher strukturbedingt negativ. Im laufenden Geschäftsjahr entwickelte es sich im geplanten Rahmen und betrug in den ersten drei Quartalen 2014/2015
–40,5 (–36,7) Mio. €.

Wachstumsziele bestätigt

„Wir sind zuversichtlich, unsere Jahresziele für die KWS Gruppe trotz neuer Herausforderungen im Marktumfeld zu erreichen“, fasst Eva Kienle, CFO der KWS SAAT SE zusammen. Die leicht reduzierten Erwartungen für das Segment Mais werden durch den erfreulichen Geschäftsverlauf im Segment Zuckerrüben kompensiert. Für das Geschäftsjahr 2014/2015 wird die KWS Gruppe voraussichtlich ein Umsatzwachstum von gut 7 % auf rund 1,27 Mrd. € (1.178 Mio. €) und einer EBIT-Marge von rund 10 % erreichen. Die F&E-Quote wird bei 13 % erwartet, die Vertriebskostenquote bei gut 18 %.

 

Kontakt:

Wolf-Gebhard von der Wense
Head of Investor Relations
Tel. +49 (0)5561/311 968
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