Roundup Ready Zuckerrübe: Antrag auf Zulassung als Lebens- und Futtermittel
Erheblicher Unkrautdruck in nordamerikanischen Zuckerrübenbeständen
Zuckerrüben haben eine langsame Jugendentwicklung, daher können sich Unkräuter und Ungräser zwischen den Zuckerrübenpflanzen sehr gut entwickeln. Daraus folgt, dass die Zuckerrüben und die Beiflora in direkter Konkurrenz um Wasser, Licht und Nährstoffe stehen. Es geht sogar soweit, dass die Beiflora den Zuckerrüben den Rang ablaufen kann und es somit zu Ertragseinbußen kommt. Vor allem in den USA ist diese Problematik stark ausgeprägt.
Entwicklung der Roundup Ready Zuckerrübe
Aus diesem Grund haben Monsanto und KWS gemeinsam die Roundup Ready Zuckerrübe entwickelt. Diese Zuckerrübe ist gentechnisch verändert: sie ist gegenüber Herbiziden, die den Wirkstoff Glyphosat enthalten, resistent, d. h. wird ein Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Glyphosat auf den Zuckerrüben-Anbauflächen ausgebracht, werden ausschließlich die Unkräuter und Ungräser abgetötet. Das Wachstum der Zuckerrübenpflanzen wird hingegen davon nicht beeinträchtigt.
In diesem Gemeinschaftsprojekt hat Monsanto das Herbizidresistenzgen zur Verfügung gestellt, KWS hat die Transformation in das Zuckerrübengenom durchgeführt.
Die Genehmigung für den Anbau der Roundup Ready-Zuckerrüben liegt sowohl in USA als auch in Kanada vor. Ab 2007 werden sie dort erstmals großflächig angebaut werden. Neben KWS werden auch Syngenta und SESVanderHave Roundup Ready Zuckerrüben in Nordamerika vertreiben.
Vorteile der Roundup Ready Zuckerrübe
Untersuchungen und Anbauversuche haben gezeigt, dass die Roundup Ready Zuckerrübe deutliche wirtschaftliche und ökologische Vorteile erwarten läßt:
a) Ertragssteigerung und Ertragssicherheit durch die bessere Kontrolle von Unkräutern
b) Reduzierung der Produktionskosten durch
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geringere Aufwandmenge des Herbizids
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weniger Applikationen
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geringeren Kraftstoffverbrauch
c) Umweltvorteile durch
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geringeren CO2-Ausstoß
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reduzierte Bodenverdichtung
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Steigerung der Wasserqualität durch geringeren Herbizideinsatz
Ausschließlich Zulassung als Lebens- und Futtermittel in der EU beantragt
Die EU ist eines der wichtigsten Exportländer der USA und Kanadas für Zuckerprodukte (Zucker, Melasse und Zuckerrübenschnitzel). Um diesen Handelsstrom aufrecht zu erhalten, hat KWS gemeinsam mit Monsanto im November 2004 einen Antrag auf Zulassung als Lebens- und Futtermittel für die Produkte, die aus Roundup Ready-Zuckerrüben hergestellt wurden, bei der EU gestellt. Die European Food Safety Authority (EFSA) hat in der sog. “Overall Opinion” am 20.12.2006 ihr Statement bzgl. dieses Antrags veröffentlicht: „products produced from sugar beet H7-1 are unlikely to have any adverse effect on human and animal health or the environment in the context of its intended uses.“ Damit wurde die Unbedenklichkeit von Produkten für die Lebens- und Futtermittelnutzung, die aus Roundup Ready-Zuckerrüben hergestellt wurden, festgestellt: Zucker aus Roundup Ready Zuckerrüben ist zu 100 Prozent identisch mit dem Zucker, der aus konventionell gezüchteten Zuckerrüben stammt.
Einbeck, 19. April 2007
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Broschüre "Grüne Gentechnik – Warum die moderne Pflanzenzüchtung nicht darauf verzichten kann" [pdf, 1.45 MB]
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"Green biotechnology – Why modern plant breeding cannot do without it"" [pdf, 0.72 MB]
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Umweltgruppen klagen gegen Roundup Ready® Zuckerrüben in den USA [pdf, 0.43 MB]
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KWS im Dialog - Juni 2009 - Gentechnik und Klimawandel [pdf, 0.68 MB]
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Roundup-tolerante Zuckerrüben und der Wirkstoff Glyphosat [pdf, 0.14 MB]
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Abschluss der Freilandversuche, KWS im DIALOG, September 2008 [pdf, 0.11 MB]
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Forschungsfreiheit am Standort Deutschland, KWS im DIALOG, Juni 2008 [pdf, 0.17 MB]
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Ready for Takeoff? Roundup Ready-Zuckerrüben in den USA
[pdf, 0.09 MB]