Deutschland Innovation Methoden der Pflanzenzüchtung Gentechnik Innovationen der Pflanzenzüchtung auch in Deutschland nutzen (20.06.2006)

Innovationen der Pflanzenzüchtung auch in Deutschland nutzen

In einer ganzseitigen Anzeige der FAZ am 19.6.2006 wird von 67 in Fachkreisen meist unbekannten Unterzeichnern dazu aufgefordert, den Anbau von Bt-Mais auf den DLG-Feldtagen abzubrechen und den Erhalt einer gentechnikfreien Landwirtschaft in Hessen zu ermöglichen. Verantwortlich für die Anzeige zeichnet Christoph Neizert, ein Neu-Ökolandwirt in der Nähe des Baiersröder Hof, dem Veranstaltungsort der DLG-Feldtage.

Die von den Unterzeichnern angeführten Begründungen sind inhaltlich allesamt haltlos. Sie zielen auf die Ängste der in Bezug auf Grüne Gentechnik verunsicherten Verbraucher mit dem politischen Ziel, den Einsatz von Grüner Gentechnik in Deutschland und geplante Verbesserungen in der für dieses Jahr angekündigten Novellierung des Gentechnikgesetzes zu verhindern. Ein Entwurf der Novelle wird noch in diesem Monat von der Bundesregierung erwartet.

Der Bt-Mais-Anbau ist sicher und ermöglicht wie andere Innovationen in der Grünen Gentechnik durch die Reduzierung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln eine umweltverträgliche und für Anbauer und Verbraucher unbedenkliche Anwendung.

Wenn Landwirte privatwirtschaftlich gentechnikfreie Zonen einrichten, um ihrer persönlichen Einstellung zu folgen oder betriebswirtschaftliche Vorteile zu realisieren, so ist dieses eine uneingeschränkt zu akzeptierende Maßnahme. Wenn allerdings unseriöse Behauptungen aufgestellt und damit Ängste geschürt werden, dann ist das weder im Hinblick auf die Unversehrtheit von Mensch und Umwelt noch im Hinblick auf die volkswirtschaftliche Nutzung von Innovationen in Deutschland akzeptabel.

Pflanzenzüchtung ist ein langfristig angelegter Prozess. Wir arbeiten heute auch an Optionen, die erst in 10 – 20 Jahren genutzt werden können. Im Sinne unserer Kunden, den Landwirten und der Verbraucher werden wir deshalb verantwortungsvoll wie bisher im Rahmen der geltenden demokratischen Spielregeln unsere Arbeiten auch mit biotechnologischen Methoden fortsetzen.

 

Einbeck, 20. Juni 2006


Ansprechpartner:
Henning von der Ohe
KWS SAAT AG
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