Die Nachfrage nach Agrarprodukten steigt
Das anhaltende Bevölkerungswachstum vor allem in Asien und Afrika lässt den absoluten Bedarf an Nahrung und Lebensmitteln weiter steigen – zeitgleich gehen weltweit die Agrarflächen zurück. Mit steigendem Wohlstand wächst vor allem in Asien die Nachfrage nach Fleisch – für die Erzeugung von einem Kilogramm Fleisch wird jedoch das Siebenfache an pflanzlichen Futtermitteln verbraucht. Witterungsbedingte Ernteausfälle haben in den vergangenen Jahren die weltweiten Getreidevorräte auf 20 % eines Jahresverbrauchs schrumpfen lassen. Als Folge der Verknappung sind die Preise der meisten Agrarprodukte zeitweise stark angestiegen. Die Situation wird durch Phänomene des Klimawandels in seinen regionalen Auswirkungen verstärkt.
Um die landwirtschaftliche Produktion global zu steigern, müssen auch Pflanzenarten für marginale und tropische Standorte züchterisch bearbeitet werden. Durch Wissens- und Methodentransfer oder Public-Private Partnerships kann die Situation von Kleinbauern und in benachteiligten Regionen verbessert werden. Hier ist vor allem die Internationale Agrarforschung sowie die Förderung durch die internationale Gebergemeinschaft gefordert.