Deutschland Investor Relations Hauptversammlungen Hauptversammlung 2004 Ausführungen von Dr. Dr. h.c. Andreas J. Büchting

Ausführungen von

Dr. Dr. h.c. Andreas J. Büchting

Sprecher des Vorstands der KWS SAAT AG

anlässlich der KWS Hauptversammlung am 21. Januar 2004


Dr. Dr. h.c. Andreas J. Büchting
Dr. Dr. h.c. Andreas J. Büchting

Meine Damen und Herren,

verehrte Aktionäre der KWS,

 

I. Meine Vorstandskollegen und ich freuen uns, Ihnen auch in diesem Jahr wieder ordentliche Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr präsentieren zu können, nachdem wir vor einem Jahr damit nicht so ohne weiteres hatten rechnen können.

Sie werden erinnern, dass wir schon damals die Auswirkungen des schwachen Dollar im Hinblick auf einen technisch bedingten Umsatz- und Ergebnisrückgang angesprochen haben. Auch sonst schien die Umsatzhöhe kaum wieder zu erreichen aufgrund von Sonderfaktoren im vorherigen Jahr. Für den Jahresüberschuss der Gruppe hatten wir mit etwa 10 % unter dem ausgezeichneten Vorjahr gerechnet.

Erfreulicherweise sind die Dinge besser herausgekommen als prognostiziert. Die negative Dollar-/ Eurorelation hat neben dem Umsatz mit
rd. 25 Mio € auch das Betriebsergebnis des jetzt vorgelegten Abschlusses erheblich beeinflusst. Diese Belastung liegt bei rund 3 Millionen €. Trotzdem liegt Ihnen jetzt ein Jahresabschluss vor, der im Umsatz nur knapp unter dem Vorjahr liegt und auch im Jahresüberschuss mit nur minus 3 %. Wir können also feststellen, dass KWS Kurs gehalten hat trotz ziemlich rauher See.

Auf die einzelnen Entwicklungen und Ergebnisse werden meine Vorstandskollegen bei den Berichten über die Sparten eingehen, eine Zusammenschau erfolgt dann zum Schluss nochmals durch unseren Finanzvorstand.

II. Bevor wir nun die einzelnen Entwicklungen beleuchten, möchte ich Ihnen sozusagen als Ouvertüre die Positionierung der KWS in der Saatgutbranche darstellen. Außerdem wollen wir kurz die Unternehmensstrategie der KWS beleuchten im Hinblick auf Entwicklungen der Agrarpolitik und im Hinblick auf unseren Wettbewerb.

Die Agrarpolitik müssen wir im internationalen Maßstab betrachten, da KWS inzwischen 70 % des Umsatzes im Ausland erzielt. Dabei ist es ein entscheidender Vorteil für KWS, dass wir in den meisten Ländern ganz unterschiedliche Pflanzenarten anbieten, wie Zuckerrüben, Mais, Weizen oder auch Raps. Je unruhiger und schwankender die Agrarpolitik wird, desto wichtiger ist es für uns, verschiedene Saatgut-Produkte unseren Kunden anzubieten. Eine weitere Art der Diversifikation kommt dadurch zustande, dass wir dem Kunden genau die Produkte anbieten wollen, die er sucht, sei es im klassischen Anbau, im Ökoanbau oder auch im Anbau mit gentechnisch verbesserten Sorten.

Apropos Gentechnik: "Und ach, hier stock‘ ich schon...", oder soll ich besser mit Schiller sagen: "Hier wendet sich der Gast mit Grausen..."? Man müsste unseren Schiller eigentlich ja noch weiter hören in seinem Ring des Polykrates:

"Die Götter wollen dein Verderben,

fort eil‘ ich, nicht mit dir zu sterben."

Die Götter sind nun die in Berlin oder auch in Brüssel, aber sie waschen ihre Hände in Unschuld und sagen, dass sie sich uneingeschränkt für technologischen Fortschritt einsetzen wollen. Die Realität sieht leider anders aus. Und wenn wir heute in den Vereinigten Staaten unsere Produkte gar nicht mehr an den Mann bringen können ohne mit zusätzlichen, dank der Gentechnik erweiterten Eigenschaften, dann müssen wir genauso klar konstatieren, dass dies in Europa und speziell in Deutschland gegenwärtig und auch in den nächsten Jahren nicht der Fall sein wird.

Nichtsdestoweniger leisten wir uns eine hohe Innovationsrate und entwickeln mit modernsten Technologien unverdrossen weiter die Produkte der nächsten Generation. Denn würden wir hier nachlassen und abwarten - wie es eben die Politiker können - dann würden wir der deutschen Landwirtschaft und auch der europäischen Landwirtschaft Zukunftsoptionen verbauen. Wir sind deshalb entschlossen, diese hohe Investitionsrate in die Forschung auch künftig zu fahren, selbst wenn der Return doch noch viele Jahre auf sich warten lassen wird. Insofern ist auch kein Anlass für Blütenträume an der Börse gegeben, auch wenn der Kurs durch die aktuelle politische Situation offenbar beflügelt wurde.

Meine Damen und Herren, wir haben dieses wichtige Thema Grüne Gentechnik gleich zu Beginn unseres Geschäftsberichtes unter dem sogenannten Aktuellen Thema auf den Seiten 8 und 9 abgehandelt. Dort sehen Sie auch, welche Position KWS in dieser Hinsicht bezieht:

  • Der Landwirt und Verbraucher muss Wahlfreiheit haben. Um aber überhaupt wählen zu können, müssen auch gentechnisch veränderte Produkte am Markt zu erwerben sein.

Wir werden sehen, ob das voraussichtlich im Februar verabschiedete Gentechnik-Gesetz in Deutschland dieses ermöglicht.

  • Der weltweite Anbau der innovativen Biotech-Sorten zeigt ihre unbestrittene Eignung für die Praxis. Trotz aller Zeitungsenten haben sich bislang keine negativen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt nachweisen lassen. Das wäre aus wissenschaftlicher Sicht auch eher ein überraschendes Ergebnis.
  • Es ist nun an der Zeit, auch in Deutschland praktische Erfahrungen zu sammeln über ein Nebeneinander der verschiedenen Anbauverfahren. Hieran wollen wir konstruktiv mitwirken und haben dies den Behörden und der Regierung entsprechend kommuniziert. Es ist allerdings noch offen, ob es in diesem Kalenderjahr zu einem gezielten Erprobungs-anbau kommt, wie er bereits für Sachsen-Anhalt öffentlich diskutiert wurde.
  • Und wir haben noch etwas Wegweisendes getan: Um den Erprobungs-anbau nicht mit Äußerungen zu belasten, dass nun die neuen Sorten überall und ohne wissenschaftliche Begleitung angebaut werden können, ist KWS eine freiwillige Selbstverpflichtung eingegangen, die neuen Produkte nicht vor dem Jahr 2006 zu vermarkten. Es geht in diesem Jahr also lediglich um einen wissenschaftlich und behördlich begleiteten Praxisanbau, der nun hoffentlich auch in Deutschland ermöglicht wird. Die Voraussetzungen dafür liegen vor. Auch wenn sich viele Fortschrittsskeptiker schwertun, dieses einzugestehen.

III. Meine Damen und Herren, lassen Sie mich zur KWS zurückkehren und feststellen, dass unsere Unternehmenspolitik in Sachen Innovation und Transparenz offenbar von der Öffentlichkeit sehr positiv aufgenommen wird. So macht die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft jährlich eine ausgedehntere Recherche, um die Unternehmen mit dem besten Image herauszufinden. In diesem sogenannten Imagebarometer 2003 stellt die DLG fest, dass die eigentlichen Gewinner im Sektor Agrarchemie und Saatgutwirtschaft KWS und Bayer sind. KWS hat sich in den letzten
3 Jahren von 73 auf 82 Relativpunkte verbessert. Dies ist insofern ein erfreulich hoher Wert, da Saatgutwirtschaft und Agrarchemie in derselben Kategorie behandelt werden und die nächsten reinen Saatgut-Unternehmen etwa 20 Punkte und mehr hinter KWS liegen. Das gilt auch für das weltweit größte Saatzucht-Unternehmen aus Amerika, welches nur halbsoviele Punkte erreicht und damit noch 10 Punkte hinter unserem Beteiligungsunternehmen Lochow-Petkus liegt Wir werden jedenfalls alles tun, uns in diesem anspruchsvollen Image-Niveau weiter zu platzieren.

Das Image-Barometer ist natürlich nur ein Instrument, um die Positionierung eines Unternehmens zu messen. Andere Instrumente sind Absatz, Marktanteile oder auch Kundenzufriedenheit. Hierauf werden wir in unseren Einzelberichten eingehen.

  1. Ein Weiteres zeichnet die KWS aus: Wir sind ein partnerschaftlich ausgerichtetes Unternehmen. Dies bezieht sich nicht nur auf unsere Marktpartner und insbesondere auf unsere Kunden, denen wir ein faires Leistungsangebot machen wollen, sondern auch auf unsere Einstellung gegenüber Wettbewerbern. Wir sind überzeugt, dass ein hoher Wettbewerb die Innovation antreibt und begrüßen deshalb Wettbewerb. Auch haben wir gute Erfahrungen in der Kooperation mit solchen Wettbewerbern gemacht, die ein ähnliche Unternehmensphilosophie haben wie wir und mit denen sich Konstellationen erreichen lassen, die für beide Partner vorteilhaft sind. Solche Partnerschaften sind immer dann vorteilhaft, wenn die zu lösende Aufgabe entweder zu groß ist oder zuviel Risiko beinhaltet, als dass einer alleine sie "wuppt" oder aber wenn sich die jeweiligen Stärken von Wettbewerber dahingehend ergänzen, dass durch eine Kooperation noch bessere Produkte entwickelt werden können.

    Wir haben jedenfalls insbesondere mit unseren französischen Partnern in den letzten Jahren ausgesprochen gute Erfahrungen gemacht. Dies trifft für die französische Genossenschaft Limagrain zu, mit denen wir bekanntlich ein erfolgreiches Gemeinschaftsunternehmen für Maiszüchtung namens AgReliant in den USA betreiben und dies gilt auch für unsere anderen französischen Partner RAGT und Momont. Mit diesen drei Partnern sehen wir auf den jeweiligen Kooperationsgebieten interessante Ansätze, die gemeinsamen Aktivitäten zu erweitern, sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Hinsicht.

    Das Umfeld unserer Branche ist nach wie vor von großen Veränderungen geprägt. Die große englisch-holländische Unternehmung Advanta steht ebenso zum Verkauf wie die europäischen Getreideaktivitäten der US-Firma Monsanto. Wir schauen uns natürlich solche akquisitorischen Möglichkeiten an, um zunächst einmal schlauer zu werden, aber um nicht unbedingt durch Zukäufe zu wachsen. Komplementär werden natürlich auch strategisch passende Zukaufsmöglichkeiten intensiv geprüft. Am nachhaltigsten und sozusagen gesündesten erscheint uns immer noch das organische eigene Wachstum. Dies ist in unserer Branche am besten möglich durch eine starke Produktentwicklung. Insofern geben wir nach wie vor rund 15 bis 16 % des Umsatzes für Forschung & Entwicklung aus und wollen diese Rate auch künftig beibehalten.

  2. Dies bringt mich zu dem Segment Züchtung & Dienstleistungen der KWS. Hier werden die neuen Produkte und Sorten entwickelt, die in den Segmenten Zuckerrüben, Mais und Getreide vertrieben werden. Rund 700 hochqualifizierte Menschen forschen und züchten bei KWS. Dieses Team erwirtschaftete im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 121 Mio € nach 122,6 Mio € im Vorjahr. Allerdings sank das Segmentergebnis von 12,1 auf 11,5 Mio € durch weiterhin vermehrte Forschungs-aufwendungen.

    In diesem Segment subsumieren wir auch weitere Aktivitäten wie die Ergebnisse unserer erfolgreich arbeitenden landwirtschaftlichen Pacht-betriebe sowie die gesamten internationalen Kartoffelaktivitäten der KWS. Sie wissen, dass wir mit rund 45 % an der Saka Ragis GbR – kurz SARA - in Hamburg beteiligt sind. Wir sind gegenwärtig dabei zu prüfen, wie sich dieses Segment künftig noch weiter entwickeln lässt. Gerade im Hinblick auf die sich am 1. Mai erweiternde Europäische Union wollen wir die Kartoffelpflanze gezielt weiter verbessern im Hinblick auf ihre Eignung als Speisekartoffel aber auch als Pommes Frites und Chips, denn schließlich ist gerade in unseren östlich gelegenen Nachbarländern die Kartoffel teilweise noch ein Grundnahrungsmittel.

    Im vergangenen Jahr hatten wir uns ausgedacht, dass Sie als unsere Aktionäre etwas für das Gedeihen der SARA tun konnten, indem Sie als Geschenk zweieinhalb Kilo der neuen Sorte Princess zur Wegzehrung mitnehmen. Wir haben leider erst hinterher erfahren, dass diese Kartoffelpartie nicht immer die gewohnte exzellente Qualität hatte.

    Um in diesem Jahr vorzubeugen und Sie nicht mit einem zu hohen Gewicht auf dem Nachhauseweg zu belasten, haben wir uns in diesem Jahr eine neue Hybride ausgedacht, nämlich eine Kreuzung zwischen Kartoffel und Zuckerrübe. Das ist botanisch leider nicht machbar und auch die Gentechnik wird sich daran die Zähne ausbeißen, aber die Nahrungsmittelindustrie, zu der wir auch über unseren Aufsichtsrat ausgezeichnete Kontakte pflegen, weiß sich da zu helfen. Lassen Sie sich überraschen, Sie werden gegen einen kleinen Gutschein nachher Kartoffeln mit nach Hause nehmen können, die durch guten Zucker im rechten Maß veredelt worden sind.

  3. Und da ist noch etwas, was wir Ihnen nachher mit auf den Heimweg geben wollen: Sofern Sie interessiert sind und es Ihre Zeit erlaubt, schauen Sie doch bitte vor Antritt Ihrer Rückreise nach dem Mittagessen einmal kurz hinein in das neue Bürogebäude der KWS. Unsere Mitarbeiter nennen es liebevoll "BOB", aber fragen Sie mich nicht, wie diese Abkürzung zustande gekommen ist. Es wird also nachher das Mittagessen in den üblichen Räumen stattfinden, also insbesondere in der alten Empfangshalle unseres Turms und wie üblich auch in der Kantine. Nach dem Mittagessen wird dann an dem alten Empfang des Turms als auch hier am Biotechnikum jeweils Treffpunkt sein für eine etwa 20-minütige Führung durch das BOB-Gebäude. Im Zweifelsfalle können Sie auch am Empfang des Bürogebäudes nachfragen, wann die nächste Führung beginnt.

    Sie werden entdecken, dass wir es in diesem Gebäude mit einer selten gefundenen Transparenz zu tun haben: Die Büros sind insbesondere zu den Fluren hin lediglich mit Glaswänden abgetrennt und dies gilt vom Auszubildenden bis zum Vorstand gleichermaßen. Niemand von uns hat etwas zu verbergen und außerdem wird die Kommunikation dadurch erleichtert, wenn man beispielsweise sieht, ob der gewünschte Gesprächspartner überhaupt anwesend und vielleicht auch frei ist. Wir sind jetzt alle seit dem 1. Dezember 2003 in diesem neuen Gebäude tätig nach nur 12 Monaten Bauzeit, was eine starke Leistung der involvierten KWS-Teams und auch der Architekten und Handwerker war.

    Der alte KWS-Turm wird nun nach dieser einschneidenden Hauptversammlung am kommenden Samstag nochmals einem Härtetest unterzogen werden, indem die Einbecker Mitarbeiter sich in Form eines Betriebsfests von dem Turm verabschieden. Wir machen eine sogenannte Abrissparty - soweit das baupolizeilich möglich ist - und dann wird der Turm unwiderruflich Stockwerk für Stockwerk abgetragen und die Materialien umweltfreundlich recycelt.

    Wir werden alles daran setzen, dass Sie im nächsten Jahr nicht mehr eine Baustelle hier vorfinden, sondern ein ansprechendes Besucherinformations- und Mitarbeiterzentrum, welches bereits geplant ist. Es soll nur zwei Stockwerke hoch werden und neben einer freundlichen Cafeteria für Besucher und Mitarbeiter auch über einen großen Vortragssaal verfügen, allerdings nicht groß genug für unsere Hauptversammlungen. Aber essen werden wir da drüben dann sicherlich gemeinsam können.

    Lassen Sie mich zu diesem Thema abschließend feststellen, dass wir den liebgewonnenen KWS-Turm künftig alle vermissen werden, insbesondere diejenigen, die in den höheren Etagen einen inspirierenden Ausblick genießen konnten, einschließlich des Kasinos für unsere Gäste. Auch die orangenen Leuchtbuchstaben mit KWS werden vielen von uns bei nächtlichen Heimfahrten fehlen, wir überlegen, sie auf einem der Speicher wieder neu aufzubauen. Die Sanierung des KWS-Turms wäre so teurer geworden wie das jetzt neu erstellte BOB-Gebäude, was auch heißt, dass hier kostenbewusst gebaut wurde, wie Sie es von Ihrer KWS gewohnt sind. Aber überzeugen Sie sich bitte nachher selber.

  4. Damit bin ich am Ende meiner Ausführungen, meine Damen und Herren. Einzelheiten zum Abschluss, insbesondere zur Dividende wird Ihnen nachher unser neuer Kollege Hagen Duenbostel vorstellen. Summa summarum lässt sich das abgeschlossene Geschäftsjahr unter die folgenden Begriffe subsumieren: Verstärkte Innovation, verbesserte Marktpositionierung und erfolgreiche Fortführung der Diversifikation.

Die Zukunftschancen für KWS stehen gut. Durch unsere Eigenständigkeit sind wir in der Lage, diese Chancen flexibel zu nutzen. Dabei gilt es, einen Schritt nach dem anderen zu tun. Unser Denken und Handeln bei KWS ist auf die nachhaltige, langfristige und kontinuierliche Steigerung der Ertragskraft und damit des Unternehmenswertes ausgerichtet. Der Vorstand ist sehr zuversichtlich, dass wir zu diesem Ziel auch im neuen Geschäftsjahr eine Menge beitragen können.

All dies wäre jedoch nicht möglich ohne einen exzellenten Mitarbeiterstamm, der in unserer Branche ziemlich einzigartig sein dürfte. Wir legen weiterhin großen Wert auf intensive Maßnahmen der Personalentwicklung, wozu auch frühzeitige Nachfolgeregelungen gehören. Das heißt aber nicht, dass wir keine Mitarbeiter über 57 oder 58 Jahre haben, wie dies in anderen Betrieben leider der Fall ist, sondern wir sind gerade auch auf die 4 % Mitarbeiter über 60 Jahre stolz, da sich auch hierin eine erfolgreiche Personalentwicklung widerspiegelt. Sicherlich ist es auch in Ihrem Sinne, wenn ich deshalb an dieser Stelle allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der KWS für die so engagierte und erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr herzlich danke.

Lassen Sie mich abschließend sagen, dass wir im Geschäftsjahr 2003/04, welches ja schon mehr als zur Hälfte herum ist - aber die Verkaufskampagne liegt ja noch vor uns - einen moderaten Umsatzanstieg erwarten und ein weiterhin stabiles Ergebnis. Die internationalen Wechselkurse stellen nach wie vor einen erheblichen Einflussfaktor dar und können unsere operativen Fortschritte und Erfolge spürbar schmälern. Umso größer ist der Ansporn, operativ zuzulegen.

Aber àpropos Ansporn, den haben wir eigentlich jedes Jahr. Das abgelaufene Geschäftsjahr war das 25. Geschäftsjahr, über das ich Ihnen in der HV Rechenschaft abgelegt habe. Kein einziges Jahr ist langweilig gewesen, eigentlich wurde es jedes Mal interessanter. Insofern freuen meine Kollegen und ich uns auch und ganz besonders auf das aktuelle Geschäftsjahr, über das wir Ihnen dann das nächste Mal hoffentlich wieder viel Gutes berichten können. Daran arbeiten wir!

 

KWS / AB 19.01.2004