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Herbizideinsatz im Roggen

Die Wahl des passenden Herbizides sollte auch im Roggen durch Betrachtung der Wirkungsspektren und des Resistenzmanagements erfolgen. Jedoch können durch den Einsatz von Herbiziden im Roggen Pflanzenschädigungen entstehen, die zu Wuchsdepressionen und Ausdünnung des Bestandes bis hin zu Ertragseinbußen führen können. Um dieses zu vermeiden, empfehlen wir Ihnen bei der Durchführung der Herbizidmaßnahmen, die gute fachliche Praxis einzuhalten. Setzen Sie möglichst nur Mittel mit guter Verträglichkeit ein. Bei der Anwendung insbesondere von flufenacethaltigen Mitteln beachten Sie bitte zusätzlich die Produkt- und Anwendungshinweise des Herstellers sowie die Hinweise Ihres zuständigen Pflanzenschutzdienstes.

Schädigungen von Herbiziden in den Kulturpflanzen werden zum einen durch die räumliche Trennung der Wirkungszone des Herbizids und der Wurzelzone der Kulturpflanze (Positionsselektivität) sowie durch den unterschiedlichen Um- / Abbau des Wirkstoffes in den Pflanzen (Metabolisierung) verhindert.
Als Risikofaktoren für Pflanzenschädigungen nach einer Herbizidanwendung zählen damit Bedingungen, die einen dieser beiden Schutzmechanismen verhindern: starke Niederschläge nach der Anwendung, leichte Böden mit geringen Humusgehalten, späte Aussaattermine und eine flache Saatgutablage.
 

Herbizidschäden im Roggen

 

Beachten Sie daher folgende Faktoren zur Vermeidung von Herbizidschäden im Roggen:

  • Ablagetiefe (2–3 cm)
  • Herbizidwahl
  • Witterung zur Applikation beachten
  • Möglichst früher Drilltermin mit zeitigem Herbizideinsatz

 

23.09.2016

 

 
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