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Roggen wird derzeit unterbewertet

Während in Russland und in Nordamerika den Landwirten bei dem Blick in den Korntank die Augen leuchten, sind die Augen in Frankreich, Teilen Deutschlands und Polens stark getrübt. Sehr hohen Durchschnittserträgen in Russland stehen die niedrigsten Durchschnittserträge seit den achtziger Jahren in Frankreich gegenüber.

Am Ende der Druschkampagne 2016 fehlt noch der Überblick über die Roggenernte. Aufgrund der bisherigen Erntemeldungen scheint die Ernteprognose für Roggen überschätzt zu sein. Die Preisbildung bei Roggen wird auch in diesem Jahr maßgeblich durch den weltweiten Getreidemarkt bestimmt. Durch die weltweite Rekordernte sind Preissteigerungen am Markt enge Grenzen gesetzt.
Preisbewegungen sind dagegen in den Preisdifferenzen zwischen den Getreidearten und den Back- bzw.- Futterqualitäten zu erwarten.

In vielen Regionen wird der Roggen in der Ernte unterbewertet. Daher ist es ratsam den Roggen einzulagern. Aufgrund des knappen Angebots ist eine höhere Lagerrendite als beim Weizen möglich.


Dr. Reimer Mohr, Hanse Agro GmbH


Den kompletten Marktkommentar für August finden Sie hier auf CultiVent KWS Farm Service.

 

22.08.2016

 

 
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