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Vorweihnachtliche Ruhe am Roggenmarkt

Im östlichen „Rye Belt“ ist der Winter eingekehrt. Bei tiefen Temperaturen liegen Russland, Weißrussland und die Ukraine unter einer Schneedecke, damit ist die Wintersaat geschützt. Richtung Westen steigen die Temperaturen langsam an. Während in der Ukraine und Polen die Temperaturen noch deutlich unter null Grad lagen, lagen die Temperaturen in Deutschland zwischen 5 und 10°C im Plusbereich. In der Vorweihnachtszeit verläuft der Getreidehandel europaweit sehr ruhig. Auf der einen Seite scheinen die Verarbeiter und Exporteure vielerorts keinen dringenden Bedarf zu haben und auf der anderen Seite sind die Angebote der Landwirte und der Händler nicht drängend. Die Getreidemärkte in Europa und am Weltmarkt sind in diesem Jahr zweigeteilt: Einer sehr guten Versorgungslage am Weltmarkt steht ein knappes Angebot der EU-28 gegenüber.

Es bleibt festzuhalten, dass die Handelsaktivitäten in den vergangenen Wochen ruhig waren. Trotz des weltweiten sehr hohen Angebots, das von Monat zu Monat nach oben korrigiert wurde, konnten sich die Preise im „Rye Belt“ stabilisieren. Im östlichen Rye Belt zog trotz der Vorgaben des Weltmarktes der Preis leicht an. Es zeichnet sich ab, dass im ersten Halbjahr 2017 vor allem gute Backqualitäten bei Weizen und Roggen gesucht werden. Während die Nachfrage beim Brotweizen von den Exportmärkten ausgeht, geht beim Roggen die Nachfrage von den regionalen Mühlen aus. Dies spricht dafür den qualitativ guten Brotroggen weiter einzulagern.

Den kompletten Marktkommentar für Dezember, verfasst von Dr. Reimer Mohr von der Hanse Agro GmbH, finden Sie auf CultiVent KWS Farm Service.

 

22.12.2016

 

 
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