KWS: Nachhaltigkeit Innovation und Nachhaltigkeit Saatgutproduktion Prozess Saatgutaufbereitung Ölsaaten

Prozess Saatgutaufbereitung Ölsaaten

Die Produktpalette der Öl- und Feldsaaten umfasst einerseits die Hauptkulturen Sonnenblumen, Winter- und Sommerraps, die der Ernährung oder als Nachwachsende Rohstoffe dienen. Andererseits zählen hierzu Zwischenfrüchte, wie zum Beispiel Senf, Ölrettich und Phacelia, die als wichtige Komponente in der Fruchtfolge zur Erhaltung und Steigerung der Bodenfruchtbarkeit beitragen.

Leitgedanken für die Auswahl der Vermehrungsstandorte sind die Standortansprüche der zu produzierenden Arten, Risikoabsicherung durch Aufteilung in verschiedene Anbaugebiete sowie die Produktion nahe am Kunden nach dem Motto „aus der Region für die Region“. Da das Zeitfenster zwischen Ernte und Aussaat von Winterraps lediglich sechs Wochen beträgt, ist für diese Kulturart der Erntezeitpunkt ein weiteres wichtiges Kriterium für die Auswahl der Produktionsregion. Die Feldproduktion wird vor Ort durch unsere erfahrenen Produktionspartner und unsere eigenen Techniker mit dem Ziel begleitet, höchstmögliche Qualitäten zu erzeugen.

Die Ernte erfolgt nach Möglichkeit erst dann, wenn das Erntegut einen lagerfähigen Feuchtigkeitsgehalt aufweist. Andernfalls wird das empfindliche Saatgut umgehend und schonend an dem lokalen Aufbereitungsstandort getrocknet, bis ein entsprechender Feuchtigkeitsgehalt erreicht ist. Nach diesem Schritt wird die Rohware mittels verschiedener Reinigungsmaschinen von Verunreinigungen und anderen Samen getrennt. Sonnenblumen werden zusätzlich noch kalibriert, also nach Korngrößen sortiert. Bei dieser Saatgutaufbereitung wird darauf geachtet, dass die Prozesse schonend sind und somit so wenig Abgang wie möglich produziert wird. Die heraus gereinigten Mengen werden in den Ölmühlen- bzw. Kraftfutterbereich abgegeben und somit in den natürlichen Kreislauf rückgeführt.

Das so erzeugte Saatgut von Sonnenblumen, Winter- und Sommerraps wird in der Regel vor der Abpackung und Auslieferung an die Kunden mit einem insektiziden und / oder fungiziden Beizschutz ausgestattet. Diese Applikation von Pflanzenschutzmitteln erfolgt nicht am Standort Einbeck, sondern in modernen Anlagen durch speziell geschultes Personal bei Vertragspartnern. Durch Qualitätskontrollen im eigenen Labor werden der Beizprozess im Hinblick auf die aufgebrachte Wirkstoffmenge und zusätzlich der Abrieb als weiteres Kriterium analysiert und somit auch kontrolliert. Die Beize bietet dem Keimling und der jungen Pflanze einen gezielten Schutz vor Krankheiten und Insektenfraß und hilft damit der Pflanze über ein empfindliches Stadium hinweg. Die gezielte Beizung ermöglicht es, einen Wirkstoff dort zu applizieren, wo er benötigt wird und damit effizient einzusetzen.

 

Raps

Raps feld KWS

 Frühling beginnt mit gelb blühenden Feldern - Raps