KWS: Nachhaltigkeit Organisation der Nachhaltigkeit Unternehmensporträt Aktuelles

Aktuelles

Geschäftsjahr 2010/2011

Im Geschäftsjahr 2010/2011 beschäftigte die Unternehmensgruppe 3.560 Mitarbeiter und erreichte einen Umsatz von 855 Mio. €. Bezogen auf das Saatgutgeschäft mit landwirtschaftlichen Kulturpflanzen stehen wir im globalen Wettbewerb auf Position vier. Dies ist das Ergebnis eines nachhaltigen Umsatzwachstums der vergangenen fünf Jahre von durchschnittlich jährlich 12 %. Diese erfreuliche wirtschaftliche Entwicklung belegt, dass KWS in der Lage ist, trotz der zunehmenden Volatilität globaler Agrarmärkte ein langfristiges, weitgehend organisches Wachstum zu erzielen. Grundlage hierfür ist: Landwirte wissen, dass auch in Zeiten niedriger Erzeugerpreise die Qualität des Saatguts der entscheidende Produktionsfaktor für das Ernte- und damit auch Einkommenspotenzial ist. Die Wertschöpfung des Landwirts und die des Pflanzenzüchters stehen also in einem direkten Zusammenhang. Eine nachhaltige Wertschöpfung setzt vor allem ein langfristiges und zukunftsorientiertes Handeln voraus.

Umsatz nach segmente 2010_2011


Überdurchschnittliche Investitionen in Forschung & Entwicklung

Die Pflanzenzüchtung ist mit ihren ertragreichen und zugleich widerstandsfähigen Sorten zu dem Schlüsselfaktor im landwirtschaftlichen Produktionsprozess geworden. Denn weltweit erwartet man von der Agrarwirtschaft einen kontinuierlichen Leistungsfortschritt. Dabei ist die globale Anbaufläche auf rund 1,5 Mrd. ha begrenzt. Pro Kopf stehen uns damit gut 2.000 qm zur Verfügung, um unseren Bedarf an Lebens- bzw. Futtermitteln und nachwachsenden Rohstoffen zu decken. Noch immer werden aber ca. 50 % der globalen Ernten durch Krankheiten, Schadinsekten und negative Witterungseinflüsse vernichtet. KWS stellt sich dieser Herausforderung in dem Bewusstsein, dass der Entwicklungsprozess einer einzigen Sorte in der Pflanzenzüchtung rund 10 Jahre in Anspruch nimmt.

Strategisch bedeutet das, dass wir unsere Anstrengungen in der Produktentwicklung auf einem möglichst hohen Niveau halten müssen. Daher haben wir unser F&E-Budget im Geschäftsjahr 2010/2011 erneut signifikant erhöht, um beim Landwirt einen Ertragszuwachs von 1-2 % pro Jahr realisieren zu können. Mit 114 Mio. € haben unsere F&E-Aufwendungen erstmals die 100 Mio. €-Grenze überschritten.

Wenn wir dabei die Ertragslage und damit auch die Wertschöpfung für die Stakeholder auf einem konstant hohen Niveau halten wollen, müssen wir die zusätzlichen F&E-Ausgaben durch organisches Wachstum im Markt verdienen.

Entstehung der Wertschöpfung 2010_2011

 

Verteilung der Wertschöpfung 2010_2011

Trotz unseres stetig steigenden Budgets für Forschung und Entwicklung und stets über den Abschreibungen liegender Investitionen – insbesondere zur Erschließung neuer Märkte – ist auch das Betriebsergebnis (EBIT) der KWS Gruppe in den vergangenen fünf Jahren durchschnittlich um 16% pro Jahr gestiegen. Im Geschäftsjahr 2010/2011 betrug es 116,6 Mio. €. Auch künftig wollen wir ein durchschnittliches Umsatzwachstum von mindestens 5 % und eine zweistellige EBIT-Rendite erzielen.