Aktuelles
Wissenschaftsförderung hat viele Gründe
Die Förderung von Wissenschaft und Forschung ist kein Selbstzweck. Sie dient im weitesten Sinne dazu, das wissenschaftliche und regionale Umfeld, in dem die KWS tätig ist, attraktiv zu gestalten. KWS stellt sich dieser Aufgabe u.a. durch die Mitwirkung ihrer Mitarbeiter in den Organisationen der wissenschaftlichen Selbstverwaltung und der deutschen (Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung, Köln, Institut für Kulturpflanzenforschung, Gatersleben, Gesellschaft für Pflanzenzüchtung e.V., Quedlinburg) und internationalen Pflanzenforschung. Stellvertretend sei an dieser Stelle das vielschichtige Engagement im deutschen Pflanzengenomforschungsprogramm GABI (Genomanalyse im biologischen System Pflanze) genannt. Hierbei können wir als Unternehmen nur punktuell unterstützend wirken. Ergänzend ist es erforderlich, in den verschiedensten Gremien und Verbänden darauf hinzuwirken, dass insbesondere in Deutschland ein attraktives und leistungsfähiges Kompetenznetzwerk an exzellenten Forschungseinrichtungen im Bereich der Pflanzenzüchtung etabliert wird.
Ehrendoktorwürde für Andreas J. Büchting
Die Universität Hohenheim verlieh dem Familienunternehmer und Aufsichtsratsvorsitzenden der KWS SAAT AG, Andreas J. Büchting, am 6. Mai 2011 die Ehrendoktorwürde. Die agrarwissenschaftliche Fakultät würdigt so seine herausragenden Verdienste um die Forschung in der Pflanzenzüchtung sowie seinen jahrzehntelangen Einsatz für die Forschung und die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses an der Universität Hohenheim.
Unterstützung von Kongressen, Tagungen und Forschungsprojekten
Die Kommunikation im Kreis der Wissenschaft hat für KWS einen hohen Stellenwert. Daher unterstützen wir regelmäßig eine größere Anzahl fachwissenschaftlicher Kongresse und Tagungen.
Mit einer Summe von 66.647 € haben wir Forschungsprojekte in der Pflanzenzüchtung bei Raps, Mais und Rüben unterstützt, die von der Gemeinschaft zur Förderung der privaten Pflanzenzüchtung e.V (GFP) finanziert werden.
Darüber hinaus wurden Forschungsinstitutionen nicht nur monetär unterstützt. KWS gewährt Wissenschaftlern auch Zugang zu einem Teil ihrer hauseigenen Software und Bioinformatikausstattung. Damit haben die Pflanzenforscher die Möglichkeit beispielsweise in Genomforschungsprojekten erarbeitete Ergebnisse in großen Datenbanken abzugleichen. Außerdem werden in Kooperationsvorhaben die Ergebnisse aus Laborexperimenten auf KWS Versuchsflächen hinsichtlich ihrer Übertragbarkeit in die Praxis evaluiert.
Nachwuchsförderung
In Zusammenarbeit mit der Universität Hohenheim vergeben wir Stipendien zur Unterstützung eines Studiums in der Fachrichtung Pflanzenbau. Im Geschäftsjahr 2010/2011 wurden für Stipendien insgesamt 23 T € aufgewendet. In den letzten zwei Jahren sind erstmals Stipendien für chinesische Nachwuchswissenschaftler im Rahmen einer längerfristigen Zusammenarbeit mit der Tongji-Universität in Shanghai vergeben worden.
Im Berichtsjahr hat KWS zehn Praktikanten eine mehrwöchige Tätigkeit in unserem Hause ermöglicht. Hochschulabsolventen verschiedener Fachrichtungen wie Agrarwissenschaften oder Wirtschaftsingenieurwesen bieten wir die Möglichkeit, ihre praxisorientierten Abschlussarbeiten im Rahmen einer Tätigkeit für KWS anzufertigen.
Stiftungsprofessur
Das jährliche Fördervolumen der im Jahre 2007 eingerichteten Stiftungsprofessur für »Nutzpflanzenbiodiversität und Züchtungsinformatik« an der Universität Hohenheim beträgt 200 T € und wird durch konkrete bilaterale Projekte erweitert. Für eine Stiftungsprofessur über Ostasienkunde wird sich KWS gemeinsam mit anderen Partnern an der Universität Göttingen mit 20 T € p.a. auf fünf Jahre engagieren. Insgesamt ist vorgesehen, zusammen mit der Stiftungsprofessur die Förderung der Wissenschaft auf über 250 T € jährlich auszudehnen.
Internationaler Wissenstransfer
Die internationale Vernetzung und der Wissenstransfer werden immer bedeutender. Bereits seit vielen Jahren gibt es vielfältige Kontakte zu ausländischen Instituten. Gelegentlich werden Kooperationsvorhaben zu spezifischen Themenkomplexen vereinbart.
KWS unterstützt den internationalen Wissenstransfer durch eine Gastprofessur, die ein Mitarbeiter aus dem Hause übernommen hat. Künftig werden verstärkt ausländische Wissenschaftler in das Praktikantenprogramm der KWS einbezogen in der Annahme, dass der internationale Wissenstransfer zunehmend bedeutsam wird.
