Aktuelles Frühe Nematodenvermehrung in diesem Jahr

Frühe Nematodenvermehrung in diesem Jahr

Die frühe Rübenaussaat und warme Temperaturen in diesem Jahr haben eine ungewöhnlich frühe Nematodenvermehrung gefördert. Bereits in der 21. Kalenderwoche war in einigen Gebieten Deutschlands die Wärmesumme von 465°C erreicht und somit die erste Generation von Heterodera schachtii (Rübenzystennematode) ausgebildet. Unter mitteleuropäischen Verhältnissen können sich entsprechend 2 bis 4, unter besonders warmen Verhältnissen und bei früher Aussaat sogar 5 Generationen der Nematoden pro Jahr entwickeln.

Der Hauptschaden durch Rübenzystennematoden wird bei hohen Anfangsbesätzen vor Zuckerrüben (Pi Wert) und/oder durch einen frühen Befall mit nachfolgend starker Vermehrung verursacht. D.h. auch Flächen, die zur Aussaat noch einen geringen Anfangsbesatz hatten, können durch die bisherige Vermehrung bereits früh einen deutlich höheren Nematodenbesatz aufweisen. Zwar hat auch die Folgewitterung - insbesondere die Niederschlagsmengen und deren Verteilung im Sommer - Auswirkungen auf die Ertragsbildung unter Nematodenbefall. Dennoch ist davon auszugehen, dass der frühe Befall und die nachfolgend starke Vermehrung auf vielen Zuckerrübenschlägen mit nicht-toleranten Sorten ertragswirksam sein werden.

In der Trockenphase der letzten Wochen waren bereits erste Symptome durch nesterweises Schlafen der Rüben zu sehen. Werden aus diesen Nestern einzelne Rüben (mit Boden) herausgezogen, kann man kleine weiße Zysten an den Wurzelhaaren erkennen. Bei Starkbefall ist zu späterem Zeitpunkt ein Wurzelbart an den Rüben charakteristisch.

Die Bildergalerie soll Ihnen helfen rechtzeitig einen Befall mit Nematoden zu erkennen. Bei Fragen rufen Sie Ihren Beratungsstellenleiter an oder schauen Sie auf unsere Nematoden-Seite .