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Tradition als Basis – Innovation für die Zukunft

Verleihung des KWS Ferdinand-von-Lochow-Stipendiums
Verleihung des KWS Ferdinand-von-Lochow-Stipendiums

23.11.2015

Auf der Agritechnica in Hannover wurden erstmals drei Studenten mit dem KWS Ferdinand-von-Lochow-Stipendium ausgezeichnet. Die weltgrößte Messe für Landwirtschaftstechnik, die mit 450.000 Gästen den Besucherrekord einstellte, bot dabei den perfekten Rahmen für die Premierenverleihung des von KWS GETREIDE in Bergen-Wohlde ausgelobten Stipendiums, mit dem im Sinne des „Roggenkönigs“ Ferdinand von Lochow der Pioniergeist und unternehmerisches Denken junger Nachwuchstalente gefördert werden sollen.

Antonia Lisker (Universität Halle), Naresh Bomma (Universität Hohenheim) und Julius Meine (Hochschule Osnabrück) sind die drei ersten ausgezeichneten Studenten, deren agrarwissenschaftliche Aus- und Fortbildung unterstützt wird. Sie hatten sich mit ihrem Forschungsprojekt beworben und wurden von KWS GETREIDE in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Bildungsträgern ausgewählt. Alle drei überzeugten mit ihren unterschiedlichen Forschungsprojekten. Eine klare Vision für die Umsetzung ihres Vorhabens ist das verbindende Element der Studenten. 

Für ein Jahr erhalten sie 500 Euro monatlich. Zentraler Bestandteil des Stipendiums ist ein zehnwöchiges Praktikum an einem der KWS Standorte weltweit. „Wir sehen in den drei Stipendiaten den notwendigen Unternehmergeist und Forscherdrang gepaart mit einem methodischen Ansatz“, begründete der Geschäftsführer der KWS Lochow GmbH, Jürgen Leitzke, die Auswahl der Stipendiaten.

Nach einem gemeinsamen Messerundgang, bei dem die Neuigkeiten rund um den Getreideanbau im Fokus standen, wurden die Stipendien bei einer Feierstunde verliehen, zu der auch der Urenkel des „Roggenkönigs“, Ferdinand von Lochow VI, angereist war. In seiner Ansprache und einem kurzen historischen Rückblick auf das Unternehmen machte er die Bedeutung von Traditionen deutlich. Auf beeindruckende Weise stellte er dabei Parallelen zur aktuellen Flüchtlingssituation dar, war er doch selbst im zweiten Weltkrieg Flüchtling gewesen. Aus der Erfahrung in der Vergangenheit lässt sich Bewusstsein und Verständnis für die Gegenwart gewinnen und die Zukunft gestalten. „Tradition ist unsere Basis, Innovation unsere Zukunft“, betonte von Lochow VI. 

Die Hochschulvertreter unterstrichen in ihren Beiträgen die wichtige praktische Erfahrung, die durch das Stipendium neben der Forschungsarbeit ermöglicht wird. Das mehrwöchige Praktikum an einem internationalen Standort der KWS und den daraus resultierenden Einblicken in die Unternehmenswelt nannten dann die Studenten auch als wesentlichen Motivationsgrund für ihre erfolgreiche Bewerbung. Jedem, der sich für Pflanzenwissenschaft interessiert, könne man dieses Stipendium empfehlen, meinten sie. Es helfe ganz sicher dabei, die beruflichen und persönlichen Ziele zu erreichen.

 

Drei Fragen an die KWS Ferdinand-von-Lochow-Stipendiaten

Antonia Lisker (Universität Halle)

Antonia Lisker ist 25 Jahre alt, kommt gebürtig aus Halle und studiert im dritten Master-Semester Agrarwissenschaft an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

// Was hat dich motiviert, dich um das KWS Ferdinand-von-Lochow-Stipendium zu bewerben?

Als uns das Stipendium in einer Vorlesung an der Uni vorgestellt wurde, hat es mich sofort sehr interessiert. Ich habe aber erstmal gezögert, mich zu bewerben, weil ich mir nicht ganz sicher war, ob ich den hohen Ansprüchen schon gerecht werde. Mein Dozent hat mich in einem Gespräch darin bestärkt, dass es sich für mich sicher lohnt, mich zu bewerben. Ich hatte schon in meinem Bachelorstudium für Biologie mein Interesse für Pflanzen entdeckt. Deshalb habe ich entschieden, mich im Masterstudium Agrarwissenschaften dem spannenden und vielseitigen Fachgebiet der Pflanzenzüchtung zu widmen. Ich konnte auch schon mit Züchtungsfirmen und Züchtern sprechen, so dass ich mir jetzt sicher bin, dass ich in der Pflanzenzüchtung arbeiten möchte. In meiner Masterarbeit werde ich mich mit dem Projekt der Weizen-MAGIC Population WM800 beschäftigen, von daher ist die Unterstützung durch dieses Stipendium perfekt.

// Was erwartet dich in den kommenden zwölf Monaten und worauf freust du dich am meisten?

Das Stipendium ermöglicht eine tolle Verbindung von Theorie und Praxis. Ich erhoffe mir also sehr viele praktische Einblicke für die Forschungsarbeit, aber auch in die Unternehmenswelt insgesamt.      Am meisten freue ich mich auf das zehnwöchige Praktikum, das ich im März und April 2016 in England bei KWS UK absolvieren werde. Dabei geht es um die Doppelhaploiden-Herstellung, wovon ich in meinem Studium schon viel gehört habe. Ich freue mich, Einblick in dieses spannende Aufgabenfeld zu bekommen. Zu der Kombination zwischen Theorie und Praxis kommt aber noch der interkulturelle Aspekt durch die Erfahrungen im Ausland, die mir bisher noch fehlen. Neben dem Forschungsinteresse möchte ich dort meine Sprachkenntnisse verbessern und mich persönlich weiterentwickeln.

// Welche Perspektiven erhoffst du dir durch das Stipendium?

Ich denke, dass sich die Vorteile des Stipendiums nicht nur auf die zwölf Monate beschränken, sondern darüber hinaus viele Perspektiven für meine berufliche Zukunft eröffnen werden. Ich sehe die Förderung als große Chance, Einblicke und Kontakte in die Unternehmenswelt bei KWS zu bekommen. Von diesen Erfahrungen werde ich ganz sicher später profierten und weiß schon jetzt, dass ich mich über eine weitere Zusammenarbeit sehr freuen würde.

 

Naresh Bomma (Universität Hohenheim)

Naresh Bomma ist 26 Jahre alt, kommt aus Indien und studiert im zweiten Master-Jahr Pflanzenzüchtung an der Universität Hohenheim.

// Was hat dich motiviert, dich um das KWS Ferdinand-von-Lochow-Stipendium zu bewerben?

Ich war schon in meiner Schulzeit in Indien fasziniert von Pflanzen und deren Bedeutung für unsere Umwelt. Deshalb habe ich in meinem Heimatland einen Bachelor-Studiengang für Landwirtschaft absolviert. Für den Master nach Deutschland zu kommen, ist ein Traum für mich und ich hoffe sehr, dass es mir hilft später eine Karriere im Landwirtschaftsbereich zu starten. Das Stipendium bietet die Möglichkeit, diesen Weg unabhängig von der Herkunft und den finanziellen Möglichkeiten der Eltern zu gehen. Deshalb habe ich mich beworben.    

// Was erwartet dich in den kommenden zwölf Monaten und worauf freust du dich am meisten?

Aus meinem Heimatland weiß ich, wie sehr wir vom technischen Fortschritt abhängig sind. Gerade in dieser Branche ist technische Innovation extrem wichtig. Dass ich jetzt in Deutschland nicht nur die theoretischen Aspekte lerne, sondern auch praktisch arbeiten kann, freut mich sehr. Ich habe schon etwas Erfahrung aus Praktika und Projektarbeiten. Mit dem Forschungsprojekt für KWS kann ich die Grundlagen sehr gut vertiefen.

// Welche Perspektiven erhoffst du dir durch das Stipendium?

Mein Ziel ist es, eine Karriere im wissenschaftlichen Landwirtschaftssektor zu machen. Ich möchte einfach an innovativen Lösungen für die zukünftigen Herausforderungen in der Landwirtschaft mitwirken. Die Forschungsarbeit bei KWS ist ein guter weiterer Schritt, um dieses Ziel zu verwirklichen. Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt steigen dadurch ganz sicher. Ich würde schon jetzt jedem, der sich für Pflanzenwissenschaft interessiert, empfehlen, sich auf dieses Stipendium zu bewerben. Es hilft ganz sicher dabei, die beruflichen und persönlichen Ziele zu erreichen.  

 

Julius Meine (Hochschule Osnabrück)

Julius Meine ist 23 Jahre alt, kommt gebürtig aus Celle und studiert im dritten Bachelor-Semester Landwirtschaft an der Hochschule Osnabrück.

// Was hat dich motiviert, dich um das KWS Ferdinand-von-Lochow-Stipendium zu bewerben?

Ich war tatsächlich gerade auf der Suche nach einem passenden Stipendium als Professor Olfs das Förderprogramm der KWS Lochow GmbH  an unserer Hochschule vorgestellt hat. Diese Chance wollte ich mir nicht entgehen lassen und habe innerhalb von zwei Wochen meine Bewerbung eingereicht. Wir haben einen familiären Betrieb, auf dem ich regelmäßig aushelfe. Dort betreiben wir Ackerbau in Kombination mit einer Biogasanlage. Ich habe zwar zunächst eine Ausbildung zum Industriemechaniker absolviert, mir war aber schon früh klar, dass ich auch studieren möchte. Und schon vor Studienbeginn wusste ich, dass ich mich im Bereich Pflanzenbau spezialisieren möchte, da mich der Ackerbau und die damit verbundenen Herausforderungen reizen. Das Stipendium bietet mir genau diese Möglichkeit zur Spezialisierung.

// Was erwartet dich in den kommenden zwölf Monaten und worauf freust du dich am meisten?

Ich kenne KWS von einer Präsentation auf einer Firmenkontaktmesse an unserer Hochschule. Seitdem habe ich die Firma als möglichen späteren Arbeitgeber im Blick. Jetzt erhoffe ich mir wertvolle Einblicke in die Unternehmenswelt bei KWS. Mir gefällt die Philosophie, dass die Mitarbeiter bei KWS  den Freiraum haben, sich einzubringen, weil ich selbst gern Dinge hinterfrage und versuche mit neuen Ideen, Prozesse zu verbessern. Durch das Stipendium kann ich mich noch intensiver mit meinem Schwerpunkt, dem Precision Farming, beschäftigen. Das Ziel ist es, die Kulturpflanze so exakt wie möglich zu versorgen. Das erhöht nicht nur den Ertrag und senkt die Kosten für Dünger- und Pflanzenschutzmittel, sondern reduziert Nährstoffeinträge in das Grundwasser und schont somit die Umwelt.  Die Möglichkeit, einen Teil des Jahres im Ausland zu verbringen, reizt mich dabei natürlich zusätzlich, weil ich sehr gern reise und mich andere Kulturen und Sprachen interessieren.   

// Welche Perspektiven erhoffst du dir durch das Stipendium?

Der Vorteil ist, dass man durch ein solches Stipendium mit einem Forschungsthema Theorie und Praxis sehr sinnvoll kombinieren kann. Dazu kommt noch, dass man Einblicke in die Arbeit von der Unternehmensseite bekommt. Das kann für den Eintritt in die Arbeitswelt nur hilfreich sein.

 

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Kontakt:
Mandy Schnell
Leitung Öffentlichkeitsarbeit
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